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82-Jähriger stirbt fast an einer Überdosis Rote Bete

82-Jähriger stirbt fast an einer Überdosis Rote Bete
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Tod durch Gemüse klingt seltsam, ist aber bei einem 82-Jährigen fast passiert. Im „Journal of Emergency Medicine“ stand ein Bericht über den Mann. Er hat über Wochen hinweg kiloweise Rote Bete gegessen und wäre fast gestorben.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin rät Verbrauchern zu einer abwechslungsreichen Ernährung. Eine einseitige Ernährung mit viel Nitrat kann vor allem bei Kleinkindern zu Problemen führen.

Das Problem bei dem Mann war Nitrat. Rote Bete, Spinat und Radieschen können viel Nitrat enthalten. Bakterien können Nitrat in Nitrit umwandeln. Nitrit schadet dem Blut, weil es den Sauerstofftransport verschlechtert.

Der Senior aß fast drei Kilo Rote Bete pro Woche. Er trank das Kochwasser und nahm ein Herzmedikament ein. Nach einer Ohnmacht kam er mit niedrigem Blutdruck in die Klinik. Erst ein spezielles Gegenmittel half ihm.

Ähnliche Fälle gab es früher vor allem bei Säuglingen durch Nitrat im Brunnenwasser. Der Körper von Babys kann das veränderte Blut noch nicht gut reparieren.

Nitrat ist ein natürlicher Stoff in der Erde, wird aber auch als Dünger genutzt. Der Gehalt hängt von der Sonne ab. Im Winter in Gewächshäusern baut die Pflanze weniger Nitrat ab.

Gemüse aus Freiland hat weniger Nitrat.

Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Niedersachsen erklärt das.

Eine Studie von Greenpeace zeigt auch finanzielle Folgen. Die Gesundheitskosten in Deutschland durch Darmkrebs liegen bei rund 140 Millionen Euro pro Jahr.

Im Mund wandeln Bakterien Nitrat in Nitrit um. Auch langes Warmhalten von Essen fördert diesen Prozess.

Für die Mehrheit der Menschen in Deutschland ist das Risiko gering. Nur bei bestimmten Ernährungsmustern können kritische Werte erreicht werden.

Das BfR nennt ein weiteres Risiko. Aus Nitrit können Stoffe entstehen, die im Tierversuch Krebs erregen. Deshalb sollte die Aufnahme gesenkt werden.

Das Amt rät zum Kauf von Saison- und Freilandgemüse. Reste sollten schnell in den Kühlschrank. Babys unter fünf Monaten sollen kein nitratreiches Gemüse bekommen.

Gleichzeitig betonen Experten, dass Gemüse viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe enthält. Eine generelle Warnung vor frischem Obst und Gemüse gibt es nicht.

Gesundheit
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