Dienstag 13. Oktober 2026
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Künstliche Intelligenz: Warum KI-Dienste Daten weiterleiten

Künstliche Intelligenz: Warum KI-Dienste Daten weiterleiten
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Forscher zeigen, welche Daten KI-Dienste an externe Dienste senden. Bei einigen können sogar Teile von Gesprächen dabei sein.

Wer eine KI um Hilfe bittet, gibt schnell Persönliches preis. Das Chatfenster zeigt aber nicht, welche weiteren Unternehmen technisch beteiligt sind. Zwei Studien zeigen, dass Informationen über Unterhaltungen bei externen Diensten ankommen können. Schon eine Überschrift kann verraten, worum es in einem Gespräch geht.

Was die Forscher beobachtet haben

Ein Team um Guilherme Oliveira am IMDEA Networks Institute untersuchte neun große KI-Dienste im Browser und acht Android-Apps. Gemessen wurde im Mai 2026 in Spanien. Die Arbeit ist seit September öffentlich zugänglich und für die Fachtagung PETS 2027 angenommen. Bei sechs von neun Webversionen und drei von acht Apps gelangten Daten zu Gesprächen an Analyse- oder Trackingdienste. Übertragen wurden Kennungen, Links und Titel, in einzelnen Fällen auch Eingaben oder Bildschirmfotos. Bei ChatGPT beobachtete das Team zum Beispiel, dass Chat-Kennungen an den Analysedienst Datadog gingen. Dass auch der eigentliche Text weitergegeben wurde, ist für ChatGPT nicht belegt. Externe Dienste können auch im Auftrag des KI-Anbieters arbeiten.


Was Sie selbst tun können

Geben Sie möglichst keine Namen, Adressen, Kontonummern oder vertraulichen Unterlagen ein. Für viele Aufgaben genügen Platzhalter wie „Person A“. Prüfen Sie auch eingefügte Texte auf Angaben über andere Menschen. Fragen zur Gesundheit lassen sich oft allgemein stellen, ohne den Befund hochzuladen. Wechseln Sie nicht allein wegen der Zahlen zur App. In der IMDEA-Messung gaben zwar weniger Android-Apps Daten weiter, aber auch sie enthielten Bausteine für Tracking. Entscheidend sind der einzelne Dienst, seine Einstellungen und die Daten, die Sie preisgeben.
Wissenschaft
13. October 2026 • 👁️ 15 Aufrufe