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Sammler entdeckt unbekannten Pilz im Wald

Sammler entdeckt unbekannten Pilz im Wald
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Es war Mitte Juni 2026, als der Amateur-Mykologe Drew Palmer aus West Virginia einen Spaziergang in den Wäldern nahe seinem Haus in Cross Lanes machte, um Pilze zu suchen. Und er wurde fündig. „Ich sah zwei violette und gelbe Pilze in einem sehr kleinen Moosfleck, umgeben von Eichen- und Buchenbäumen“, sagte Palmer laut einer Mitteilung des West Virginia Press Zeitungsnetzwerks.

Er habe sofort gewusst, dass sie etwas Besonderes waren. Er identifiziere viele Pilze, aber habe in seinem ganzen Leben „noch nie etwas Vergleichbares gesehen“. „Ich bin auf die Knie gefallen und habe die nächsten 45 Minuten Fotos gemacht.“

Bei genauerer Betrachtung stellte sich heraus, dass es sich um einen lila und gelben Pilz mit gelben Lamellen handelte. „Sobald man ihn unter UV-Licht stellt, ändern sich alle Farben“, sagte Palmer gegenüber dem Sender WCHS-TV.

Eine Gen-Sequenzierung durch das Mycota Lab bestätigte eine neue DNA-Barcode-Sequenz. Fachleute ordneten den Pilz vorläufig den Saftlingen zu und gaben ihm den Namen Hygrocybe sp. 'WV02'.

Laut Palmer zeigt der Fund, wie wenig über Pilze bekannt ist und wie wichtig sie für gesunde Ökosysteme sind. Palmer, der den Giftkontrollbehörden bei der Suche nach giftigen Pilzen hilft, betonte, dass man mehr lernen muss. „Es ist wichtig zu wissen, wo wir wohnen, damit wir es schützen können“, sagte der Sammler.

In Deutschland gibt es rund 14.000 verschiedene Pilzarten. Fast die Hälfte davon wächst in den Wäldern von Schleswig-Holstein. Der Pilzsachverständige Florian Wulff kennt die Arten und weiß, worauf es ankommt. Gegenüber Newstime sagte er: „Der Pilz sollte frisch sein. Der häufigste Fehler ist einfach, dass Leute zum Beispiel viel zu alte Steinpilze und Maronen sammeln, die dann schon total matschig sind.“

Das Sammeln von Pilzen ist hierzulande nur für den Eigenbedarf erlaubt. Beim Pfifferling sind ein bis zwei Kilogramm pro Tag zulässig. Je nach Bundesland und Vergehen können Bußgelder bis zu 50.000 Euro drohen.

Wissenschaft
Heute, 19. Oktober 2026 • 👁️ 11 Aufrufe