„Unmenschlich und rücksichtslos“, sagt Manuela Schwesig. „Unanständig“, sagt Vizekanzler Lars Klingbeil. Die SPD spricht nach dem Rücktritt von Bärbel Bas als Ministerin und Chefin schwer über die CDU.
Die Partner in der Koalition haben die Ministerin angegriffen. Die Stieftochter lag zu dieser Zeit im Sterben.
Was wusste die CDU? Die Menschen besprechen das in einem Podcast.
Am 11. September redet die Ministerin im Bundestag über die Rente. CDU-Politiker Christian von Stetten fordert ihre Entlassung. Er sagt, sie blockiert Reformen. Dieser Auftritt zeigt später den angeblich harten Umgang.
Erst am 23. September lässt sich Bas im Ausschuss entschuldigen. Sie fährt nach Duisburg. Niemand kennt den wahren Zustand ihrer Stieftochter. Fleischhauer sagt:
„Wir wissen, dass das Ministerium jedenfalls die Öffentlichkeit und auch die Abgeordneten des Deutschen Bundestages nicht darüber informiert hat, wie die Lage zu Hause bei Bas ist.“
Ein Ministerium muss auch in einer schweren Zeit arbeiten. Die Regierung arbeitet weiter bis zu ihrer Rückkehr.
Druck kommt auch aus der eigenen Partei. Am 21. September fordert der SPD-Politiker Markus Töns den Rücktritt von Bas und Klingbeil. Der Grund sind schlechte Ergebnisse bei Wahlen im Osten.
Am 26. September stirbt die Stieftochter. Erst am 5. Oktober teilt das Ministerium den Tod in der Familie mit. Das ist der Grund für das Fehlen von Bas.
Fleischhauer sagt, den Vorwürfen fehlt eine wichtige Sache:
„Die ganzen Vorwürfe beruhen ja auf der Annahme - nur dann kann man ja jemandem unmenschliches Verhalten vorwerfen - dass er die Ministerin kritisiert hat in Kenntnis, dass sie am Sterbebett ihrer Tochter sitzt.“
Das war aber nachweislich nicht so.
Warum macht die SPD diesen Streit so groß? Im „Schwarzen Kanal“ gibt es Vermutungen. Es ist vielleicht der Grund für das Ende der Koalition. Fleischhauer sagt für die SPD:
„Na ja, uns blieb ja gar keine andere Möglichkeit, als diese Regierung aufzukündigen, weil mit solchen Unmenschen von der CDU noch weiter zusammenzuarbeiten, das kann doch niemand von uns verlangen.“
„Unmenschlich und rücksichtslos“, sagt Manuela Schwesig. „Unanständig“, findet Vizekanzler Lars Klingbeil. Die SPD erhebt nach dem Rücktritt von Bärbel Bas als Ministerin und SPD-Co-Vorsitzende schwerste Vorwürfe gegen die CDU:
Der Koalitionspartner habe die Ministerin attackiert, während ihre Stieftochter im Sterben lag.
Wer wusste wann von Bas’ persönlicher Notlage? Im Podcast werden die Geschehnisse rekapituliert.
Am 11. September spricht die Ministerin im Bundestag über die Rentenreform. CDU-Politiker Christian von Stetten fordert ihre Ablösung, weil sie seit Monaten Reformen blockiere. Dieser Auftritt dient später als Beleg für den angeblich unmenschlichen Umgang.
Doch erst am 23. September lässt sich Bas laut Fleischhauer im Sozialausschuss aus familiären Gründen entschuldigen und eilt nach Duisburg. Wie ernst der Zustand ihrer Stieftochter ist, bleibt weithin unbekannt. Fleischhauer hält fest:
„Wir wissen, dass das Ministerium jedenfalls die Öffentlichkeit und auch die Abgeordneten des Deutschen Bundestages nicht darüber informiert hat, wie die Lage zu Hause bei Bas ist.“
Unabhängig davon muss ein Ministerium auch in einer persönlichen Ausnahmesituation seiner Chefin arbeitsfähig bleiben. Die Regierungsarbeit kann nicht ruhen, bis sie zurückkehrt.
Selbst aus der eigenen Partei kommt Druck: Am 21. September fordert SPD-Abgeordneter Markus Töns, Bas und Klingbeil sollten angesichts der enttäuschenden Ergebnisse bei den Landtagswahlen im Osten den Parteivorsitz abgeben.
Am 26. September stirbt die Stieftochter. Erst am 5. Oktober teilt das Ministerium einen Trauerfall im engsten Familienkreis als Grund für Bas’ Fehlen im Koalitionsausschuss mit.
Für Fleischhauer fehlt den Vorwürfen die entscheidende Voraussetzung:
„Die ganzen Vorwürfe beruhen ja auf der Annahme - nur dann kann man ja jemandem unmenschliches Verhalten vorwerfen - dass er die Ministerin kritisiert hat in Kenntnis, dass sie am Sterbebett ihrer Tochter sitzt.“
Das sei aber nachweislich nicht der Fall gewesen.
Doch warum lässt die SPD diese Debatte so eskalieren? Im „Schwarzen Kanal“ wird spekuliert. Es könnte die mögliche Rechtfertigung für einen Koalitionsbruch sein. Fleischhauer formuliert es aus Sicht der SPD so:
„Na ja, uns blieb ja gar keine andere Möglichkeit, als diese Regierung aufzukündigen, weil mit solchen Unmenschen von der CDU noch weiter zusammenzuarbeiten, das kann doch niemand von uns verlangen.“
„Unmenschlich und rücksichtslos“, moniert Manuela Schwesig. Als „unanständig“ empfindet es Vizekanzler Lars Klingbeil. Die SPD erhebt nach Bärbel Bas’ Rücktritt als Ministerin und SPD-Co-Vorsitzende schwerste Vorwürfe gegen die CDU:
Der Koalitionspartner habe die Ministerin attackiert, während ihre Stieftochter im Sterben lag.
Wer wusste wann von Bas’ persönlicher Notlage? Im Podcast würden die Geschehnisse rekapituliert.
Am 11. September spricht die Ministerin im Bundestag über die Rentenreform. CDU-Politiker Christian von Stetten fordert ihre Ablösung, da sie seit Monaten Reformen blockiere. Dieser Auftritt diene später als Beleg für den angeblich unmenschlichen Umgang.
Doch erst am 23. September lasse sich Bas laut Fleischhauer im Sozialausschuss aus familiären Gründen entschuldigen und eile nach Duisburg. Wie ernst der Zustand ihrer Stieftochter ist, bleibe weithin unbekannt. Fleischhauer halte fest:
„Wir wissen, dass das Ministerium jedenfalls die Öffentlichkeit und auch die Abgeordneten des Deutschen Bundestages nicht darüber informiert hat, wie die Lage zu Hause bei Bas ist.“
Unabhängig davon müsse ein Ministerium auch in einer persönlichen Ausnahmesituation seiner Chefin arbeitsfähig bleiben. Die Regierungsarbeit könne nicht ruhen, bis sie zurückkehre.
Selbst aus der eigenen Partei komme Druck: Am 21. September fordere SPD-Abgeordneter Markus Töns, Bas und Klingbeil sollten angesichts der enttäuschenden Ergebnisse bei den Landtagswahlen im Osten den Parteivorsitz abgeben.
Am 26. September sterbe die Stieftochter. Erst am 5. Oktober teile das Ministerium einen Trauerfall im engsten Familienkreis als Grund für Bas’ Fehlen im Koalitionsausschuss mit.
Für Fleischhauer fehle den Vorwürfen die entscheidende Voraussetzung:
„Die ganzen Vorwürfe beruhen ja auf der Annahme - nur dann kann man ja jemandem unmenschliches Verhalten vorwerfen - dass er die Ministerin kritisiert hat in Kenntnis, dass sie am Sterbebett ihrer Tochter sitzt.“
Das sei aber nachweislich nicht der Fall gewesen.
Doch warum lasse die SPD diese Debatte so eskalieren? Im „Schwarzen Kanal“ werde spekuliert, es könne sich um die mögliche Rechtfertigung für einen Koalitionsbruch handeln. Fleischhauer formuliere es aus Sicht der SPD so:
„Na ja, uns blieb ja gar keine andere Möglichkeit, als diese Regierung aufzukündigen, weil mit solchen Unmenschen von der CDU noch weiter zusammenzuarbeiten, das kann doch niemand von uns verlangen.“
"Inhumane and ruthless," says Manuela Schwesig. "Indecent," says Vice Chancellor Lars Klingbeil. Following Bärbel Bas’ resignation as minister and SPD co-leader, the SPD is leveling severe accusations against the CDU:
The coalition partner allegedly attacked the minister while her stepdaughter was dying.
Who knew what and when about Bas' personal emergency? The events are recapitulated in a podcast.
On September 11, the minister speaks in the Bundestag about pension reform. CDU politician Christian von Stetten demands her replacement, arguing she has been blocking reforms for months. This appearance later serves as evidence of the allegedly inhumane treatment.
However, according to Fleischhauer, it is not until September 23 that Bas asks to be excused from the social committee for family reasons and rushes to Duisburg. How serious her stepdaughter's condition is remains largely unknown. Fleischhauer notes:
"We know that the ministry, in any case, did not inform the public or the members of the German Bundestag about what the situation was like at home with Bas."
Regardless of this, a ministry must remain capable of working even in a personal emergency situation involving its boss. Government work cannot rest until she returns.
Pressure is coming even from within her own party: On September 21, SPD deputy Markus Töns demands that Bas and Klingbeil relinquish the party leadership in light of the disappointing results in the state elections in the East.
On September 26, the stepdaughter dies. It is not until October 5 that the ministry announces a bereavement in the immediate family as the reason for Bas' absence from the coalition committee.
For Fleischhauer, the accusations lack a crucial prerequisite:
"All these accusations are based on the assumption—and only then can you accuse someone of inhumane behavior—that he criticized the minister knowing that she was sitting at her daughter's deathbed."
However, that was demonstrably not the case.
Why is the SPD letting this debate escalate so much? Speculation arises in the "Schwarzer Kanal". It could be the potential justification for breaking up the coalition. Fleischhauer phrases it from the SPD's perspective as follows:
"Well, we had no other option left than to terminate this government, because no one can demand of us that we continue to work with such monsters from the CDU."
EILMELDUNG
SPD erhebt nach Bas-Rücktritt schwere Vorwürfe gegen die CDU
Schrift:
Teilen:
„Unmenschlich und rücksichtslos“, sagt Manuela Schwesig. „Unanständig“, findet Vizekanzler Lars Klingbeil. Die SPD erhebt nach dem Rücktritt von Bärbel Bas als Ministerin und SPD-Co-Vorsitzende schwerste Vorwürfe gegen die CDU:
Der Koalitionspartner habe die Ministerin attackiert, während ihre Stieftochter im Sterben lag.
Wer wusste wann von Bas’ persönlicher Notlage? Im Podcast werden die Geschehnisse rekapituliert.
Am 11. September spricht die Ministerin im Bundestag über die Rentenreform. CDU-Politiker Christian von Stetten fordert ihre Ablösung, weil sie seit Monaten Reformen blockiere. Dieser Auftritt dient später als Beleg für den angeblich unmenschlichen Umgang.
Doch erst am 23. September lässt sich Bas laut Fleischhauer im Sozialausschuss aus familiären Gründen entschuldigen und eilt nach Duisburg. Wie ernst der Zustand ihrer Stieftochter ist, bleibt weithin unbekannt. Fleischhauer hält fest:
„Wir wissen, dass das Ministerium jedenfalls die Öffentlichkeit und auch die Abgeordneten des Deutschen Bundestages nicht darüber informiert hat, wie die Lage zu Hause bei Bas ist.“
Unabhängig davon muss ein Ministerium auch in einer persönlichen Ausnahmesituation seiner Chefin arbeitsfähig bleiben. Die Regierungsarbeit kann nicht ruhen, bis sie zurückkehrt.
Selbst aus der eigenen Partei kommt Druck: Am 21. September fordert SPD-Abgeordneter Markus Töns, Bas und Klingbeil sollten angesichts der enttäuschenden Ergebnisse bei den Landtagswahlen im Osten den Parteivorsitz abgeben.
Am 26. September stirbt die Stieftochter. Erst am 5. Oktober teilt das Ministerium einen Trauerfall im engsten Familienkreis als Grund für Bas’ Fehlen im Koalitionsausschuss mit.
Für Fleischhauer fehlt den Vorwürfen die entscheidende Voraussetzung:
„Die ganzen Vorwürfe beruhen ja auf der Annahme - nur dann kann man ja jemandem unmenschliches Verhalten vorwerfen - dass er die Ministerin kritisiert hat in Kenntnis, dass sie am Sterbebett ihrer Tochter sitzt.“
Das sei aber nachweislich nicht der Fall gewesen.
Doch warum lässt die SPD diese Debatte so eskalieren? Im „Schwarzen Kanal“ wird spekuliert. Es könnte die mögliche Rechtfertigung für einen Koalitionsbruch sein. Fleischhauer formuliert es aus Sicht der SPD so:
„Na ja, uns blieb ja gar keine andere Möglichkeit, als diese Regierung aufzukündigen, weil mit solchen Unmenschen von der CDU noch weiter zusammenzuarbeiten, das kann doch niemand von uns verlangen.“