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Audi plant erstes eigenes Werk in den USA wegen US-Zöllen

Audi plant erstes eigenes Werk in den USA wegen US-Zöllen
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Audi steht wegen US-Zöllen unter Druck. Der Chef des deutschen Konzerns hat bei einem Wahlkampftermin von Donald Trump eine Milliardeninvestition in Georgia angekündigt.


Der deutsche Autobauer Audi hat auf einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump den Bau eines SUV-Werks in den Vereinigten Staaten angekündigt. Trump sagte vor Anhängern im Bundesstaat Georgia, dass der Konzern nächsten Monat mit dem Bau eines großen Werks in dem Bundesstaat beginnen werde. Audi-Chef Gernot Döllner, der ebenfalls auf der Bühne stand, dankte dem US-Präsidenten für dessen Unterstützung und sagte: »Dies ist eine langfristige Investition, weil wir an den amerikanischen Markt glauben.«

Trump hat Autohersteller seit Beginn seiner zweiten Amtszeit wiederholt zu mehr Produktion in den USA gedrängt und hohe Zölle auf ausländische Pkw und Lkw verhängt. Trump stellte Firmen, die ihre Produktion in die USA verlagern, zugleich den Erlass von Importzöllen in Aussicht. Vor allem mit Blick auf die Midterms am 3. November steht der US-Präsident unter Druck, die heimische Wirtschaft anzukurbeln und Industriejobs zu schaffen.

Audi wiederum steht unter wirtschaftlichem Druck. Der Konzern unterhält bislang keine eigene Produktion in den USA und ist vollständig auf den Import seiner Modelle aus Europa und Mexiko angewiesen. Die von Trump eingeführten Zölle hatten den Autobauer im vergangenen Jahr mit 1,2 Milliarden Euro belastet und sogar zu einem zwischenzeitlichen Importstopp geführt. Der Absatz von Audi war in den USA in diesem Jahr um 16 Prozent zurückgegangen. In Deutschland steht derweil das Werk in Neckarsulm nach 2030 möglicherweise vor der Schließung.


Trump steht wegen Zwischenwahlen unter Druck

Volkswagen, der Mutterkonzern von Audi, hatte noch im Januar mitgeteilt, dass ein Werk in den USA mit Blick auf die Zölle zu dem Zeitpunkt nicht möglich gewesen sei. »Bei einer unveränderten Belastung durch die Zölle ist eine große zusätzliche Investition nicht finanzierbar«, antwortete VW-Chef Oliver Blume damals im Handelsblatt auf eine entsprechende Frage. »Was wir brauchen, sind kurzfristige Kostenentlastungen und langfristige verlässliche Rahmenbedingungen«, sagte Blume. Laut einem aktuellen Bericht der Zeitung soll Audi staatliche Unterstützung auch jetzt zur Voraussetzung für eine Einigung mit der US-Regierung über den Bau des Werks gemacht haben.


In einer Mitteilung von Audi hieß es, dass der Baubeginn des ersten eigenen Werks in den USA für 2027 vorgesehen ist. Rund 4.500 Jobs sollen geschaffen und rund vier Milliarden US-Dollar (rund 3,6 Milliarden Euro) investiert werden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters sollen ab Anfang der 2030er Jahre jährlich 200.000 SUVs der Modelle Q7, Q8 und Q9 gebaut werden. Audi dachte bereits seit 2023 über den Bau eines Werks in den USA nach.

Wirtschaft
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