In der CSU atmen viele Menschen durch. Die Partei von Markus Söder hat gute Umfragen. Die Werte sind 37 und 36 Prozent. Das ist gut für die Partei. Ist jetzt alles gut?
Nein. Söder beginnt am Freitag einen Parteitag in München. Die CSU hat weniger Probleme als die CDU. Aber es gibt trotzdem viele Sorgen in der Partei.
Es gibt fünf wichtige Fragen in der Partei.
1. Die Angst um die Volkspartei. Generalsekretär Martin Huber sagt einen Satz. Die CSU ist die letzte große Volkspartei in Deutschland. Das macht die CDU nervös. Kanzler Friedrich Merz sieht das vielleicht anders. Viele Menschen in Bayern haben Angst um die Partei. Die AfD hat viele Stimmen in ganz Deutschland.
2. Die Zukunft von Ilse Aigner. Söder will Ilse Aigner als Bundespräsidentin. Sie ist 61 Jahre alt. Die Menschen in Bayern wollen das auch. Aber der Bund muss das entscheiden. Kanzler Merz sagt dazu noch nichts. Söder spricht auf dem Parteitag über sie.
3. Das Problem mit dem Kanzler. Die Menschen in Bayern mögen Kanzler Merz nicht sehr. Sie vertrauen seiner Arbeit nicht. Er redet oft ohne Ergebnis. Die Partei erwartet nicht viel von seiner Rede. Die Anhänger wollen lieber Söder als Chef. Söder ist loyal. Aber der 59-Jährige ist bereit für ein Amt. Das Thema wartet bis zur Wahl im Jahr 2027.
4. Die Lage in Bayern. Die Zeit der Regierung läuft. Nach Unruhen ist die Lage wieder ruhig. Die CSU regiert mit den Freien Wählern. Sie machen viele Versprechen wahr. Söder will nicht mit den Grünen regieren. Die AfD ist auch in Bayern stark. Die Grünen bekommen mehr Stimmen. Es gibt wenig Geld für den Haushalt. Sparen ist schwer.
5. Probleme aus Berlin. Die Koalition im Bund ist schwach. Die CSU hat Angst vor dem Abwärtstrend. Die Bundesregierung muss Reformen machen. Die Wirtschaft muss besser werden. Das hängt auch von den USA unter Trump ab. Die CSU kann diese Sorgen nicht vergessen.
In der CSU haben viele Menschen vor dem Parteitag durchgeatmet. In zwei Umfragen konnte die Partei von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fast die Ergebnisse der Landtagswahl 2023 erreichen. Die Werte von 37 und 36 Prozent sind für die Partei heute gut. Ist damit alles gut?
Nicht ganz. Söder beginnt am Freitag einen Parteitag in München. Die CSU hat weniger Probleme als die Bundes-Union oder die CDU in Nordrhein-Westfalen. Trotzdem ist in der CSU nicht alles gut.
Hier sind fünf Fragen, die intensiv diskutiert werden:
1. Die Angst um die Volkspartei. CSU-Generalsekretär Martin Huber sagte nach einer Sitzung einen bemerkenswerten Satz: Die Partei hat als letzte große Volkspartei eine besondere Verantwortung. Das sorgte bei der CDU für Unruhe. Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz sieht das vermutlich anders. Die Menschen in Bayern haben Angst um ihren Status. Die AfD bekommt bundesweit viele Stimmen.
2. Die Zukunft von Ilse Aigner. Parteichef Söder nannte die Landtagspräsidentin Ilse Aigner öffentlich seine Favoritin für das Amt der Bundespräsidentin. Deswegen wird über die berufliche Zukunft der 61-Jährigen diskutiert. Die Menschen in Bayern wollen das. Aber auf Bundesebene ist die Entscheidung offen. Kanzler Merz muss zustimmen. Söder wird auf dem Parteitag für sie werben.
3. Das Problem mit dem Kanzler. Die Beliebtheit von Merz ist in Bayern gering. Die Menschen vertrauen seiner Arbeit nicht. Viele in der CSU sind unzufrieden mit dem Kanzler. Sie sagen, er hat durch viele Ankündigungen seinen Kredit verspielt. Die Erwartungen an seine Rede sind gering. Die Anhänger sehen ihren eigenen Parteichef als bessere Alternative. Söder bleibt loyal, aber der 59-Jährige steht bereit. Das Thema wartet bis zur Landtagswahl im April 2027.
4. Die Lage in Bayern. Die Hälfte der Regierungszeit ist vorbei. Nach Unruhen nach den Kommunalwahlen ist die Lage ruhig. Die CSU regiert mit den Freien Wählern. Ob es 2028 wieder eine Koalition gibt, ist offen. Ein Bündnis mit den Grünen hat Söder ausgeschlossen. Die AfD hat hohe Zustimmungswerte. Auch die Grünen bekommen wieder mehr Stimmen. Ein Problem ist die enge Haushaltslage. Sparen ist schwer, weil die schwarze Null bleibt.
5. Probleme in Berlin. Die Koalition im Bund läuft nicht richtig. Die CSU hat Angst, dass sie in einen Abwärtstrend gerät. Der Erfolg hängt von den Reformen der Bundesregierung ab. Auch die Wirtschaft und die Politik der USA unter Trump sind wichtig. Die CSU kann diese Sorgen auf dem Parteitag nicht ignorieren.
In der CSU haben viele Beteiligte im Vorfeld des Parteitags aufatmen können. In zwei aufeinanderfolgenden Erhebungen gelang es der Partei des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, das Resultat der Landtagswahl 2023 exakt beziehungsweise annähernd zu erreichen. Die verzeichneten 37 und 36 Prozent hätten in früheren Jahren Hektik ausgelöst, während die Maßstäbe der Christsozialen inzwischen deutlich gesunken sind. Demnach ist keineswegs alles geklärt.
Dies stellt sich nicht gänzlich so dar. Söder kann auf dem am Freitag beginnenden Parteitag in der Münchner Messehalle – im Gegensatz zur Union im Bund oder der CDU in Nordrhein-Westfalen – zwar mit Recht darauf verweisen, dass sich die CSU gegenwärtig vom bedrohlichen Abwärtstrend der Union in Umfragen abkoppeln kann. Dies geschieht, obgleich die Christsozialen in Berlin gemeinsam mit CDU und SPD Regierungsverantwortung tragen. Dennoch herrscht auch in der CSU keineswegs uneingeschränkte Euphorie.
Es folgt ein Überblick über fünf zentrale Fragestellungen, welche intensiv debattiert werden:
1. Die Sorge um den Status als Volkspartei. Als sich CSU-Generalsekretär Martin Huber kürzlich äußerte, fiel ein bemerkenswerter Satz, der bei der CDU Unmut auslöste: „Als letzte große Volkspartei in Bayern und in Deutschland haben wir eine besondere Verantwortung.“ Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz würde hier mutmaßlich widersprechen. Fest steht jedoch, dass sich in beiden Parteien die Frage nach der strategischen Ausrichtung stellt. Längst treibt die Angst um den Volksparteistatus auch die Basis in Bayern um, zumal die Unionsschwestern wegen starker Zustimmungswerte für die AfD unter Druck geraten.
2. Die personelle Zukunft von Ilse Aigner. Spätestens seit Parteichef Söder die amtierende Landtagspräsidentin Ilse Aigner vor Monaten öffentlich zu seiner Favoritin für das Amt der Bundespräsidentin ernannte, wird über die berufliche Perspektive der 61-Jährigen spekuliert. Das Meinungsbild in Bayern ist eindeutig, doch auf Bundesebene steht eine Klärung aus. Letztlich hängt dies von Kanzler Merz ab. Sollte er sich in München für Aigner aussprechen, wäre ihm Applaus sicher, was jedoch als unwahrscheinlich gilt. Aus der CSU verlautete im Vorfeld, Söder werde erneut für Aigner werben.
3. Das Dilemma in Bezug auf den Kanzler. Jüngste Umfragen belegen, dass die Beliebtheitswerte für Merz im Freistaat ebenso niedrig sind wie das Vertrauen in seine Arbeit. In der CSU fremdelt man mit dem Kanzler, dem man vorwirft, durch wirkungslose Ankündigungen seinen Kredit verspielt zu haben. Entsprechend verhalten sind die Erwartungen an seine Rede. An einen echten Aufschwung glauben selbst Optimisten kaum noch. Hinzu kommt, dass eine Mehrheit der Anhänger den eigenen Parteichef als überlegene Alternative betrachtet. Söder gibt sich loyal, signalisiert aus seinem Umfeld jedoch Bereitschaft, falls er gerufen würde. Bis zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im April 2027 dürfte die K-Frage ruhen, wenngleich eine Verschärfung der CDU-Krise diese Debatte beschleunigen könnte.
4. Die Situation im Freistaat Bayern. Mehr als die Hälfte der Legislaturperiode ist vergangen. Nach Turbulenzen nach den Kommunalwahlen hat sich die Lage stabilisiert. Die CSU regiert mit den Freien Wählern geräuschlos und verweist auf erfüllte Versprechen. Ob 2028 eine erneute Koalition angestrebt wird, bleibt offen. Ein Bündnis mit den Grünen schloss Söder wiederholt kategorisch aus, während eine Alternative fehlt. Problematisch bleiben hohe Umfragewerte der AfD sowie ein gewisser Aufwind für die Grünen. Zusätzlichen Druck erzeugt die angespannte Haushaltslage, da die „schwarze Null“ fixiert ist und kaum Einsparpotenziale bestehen.
5. Die Herausforderungen in Berlin. Einige Christsozialen blicken mit Sorge auf die dysfunktionale schwarz-rote Bundeskoalition. Die Befürchtung existiert, die CSU könne in den Abwärtsstrudel gezogen werden. Deren Schicksal hängt demnach davon ab, ob und wann die Bundesregierung Reformversprechen einlöst und positive wirtschaftliche Effekte erzielt. Dies wiederum bedingt die Entwicklung der Weltwirtschaft sowie den Kurs der USA unter Trump. Diese Sorgen kann die CSU auf ihrem Parteitag nicht ausblenden.
Within the CSU, many people took a deep breath ahead of this week's party conference. In two consecutive polls, the party of Bavarian Minister-President Markus Söder managed to exactly match or nearly reach its result from the 2023 state election. The 37 and 36 percent would have caused hectic activity in earlier years, but the bar is now significantly lower among the Christian Socials. So everything is fine?
Not quite. Söder can rightfully point out at the party conference starting Friday in the Munich exhibition hall—unlike the Union at the federal level or the CDU in North Rhine-Westphalia—that the CSU is currently able to decouple itself from the Union's threatening downward trend in polls. And this despite the fact that the Christian Socials sit at the cabinet table in Berlin with the CDU and SPD. Nevertheless, not everything is rosy in the CSU these days.
An overview of five questions that are being intensively discussed (not just within the party):
1. The fear for the status as a people's party. When CSU General Secretary Martin Huber recently spoke after a CSU board meeting, a remarkable sentence was uttered that immediately caused eyebrows to rise at the CDU: "As the last major people's party in Bavaria and in Germany, we have a special responsibility." Chancellor and CDU leader Friedrich Merz would presumably disagree here—whether he will do so in his speech at the CSU party conference on Saturday remains to be seen. What is certain, however, is that both the CDU and CSU are increasingly facing the question of where the parties are heading. Fear for their own status as a people's party has long reached many regular tables in Bavaria. The sister unions find themselves under pressure due to nationwide high approval ratings for the AfD.
2. The question regarding the future of Ilse Aigner. Ever since party leader Söder publicly declared Bavaria's incumbent state parliament president, Ilse Aigner, as his favorite for the post of federal president months ago in an interview, the question of the 61-year-old's professional future has been actively discussed. The public opinion is very clear: if it were up to the Bavarians, the matter would be clear. But at the federal level, a clarification is pending. In the end, this depends on Chancellor Merz. If he were to clearly endorse Aigner in his speech in Munich, ample applause would be guaranteed. However, this is considered unlikely. In contrast, it had already been said from within the CSU ahead of the conference that Söder would campaign for Aigner once again.
3. The dilemma with the chancellor. Recent polls have shown: The popularity ratings for Merz are just as low in the Free State as trust in his work. In the CSU, people are also at odds with the chancellor, who, it is said, has squandered most of his political capital through numerous ineffective announcements. Accordingly, expectations for the chancellor's speech are low among most. Even the most optimistic members in the CSU no longer truly believe in an "aha" moment for a new spirit of optimism. In addition, the majority of supporters in the CSU would once again see their own party leader as the better alternative. Söder himself presents himself as loyal yet reserved. From his inner circle, however, it is said that if he were called upon, the 59-year-old would be ready. The issue is likely to be put on ice until the state election in North Rhine-Westphalia in April 2027. However, if this were to further exacerbate the CDU's crisis, the question of the chancellor candidate could be loudly debated again very quickly.
4. The situation in Bavaria. More than half of the current legislative period is over. And after Söder's CSU was briefly but thoroughly shaken up following this year's local elections, the situation has calmed down significantly. The CSU governs surprisingly quietly with the Free Voters, and topically the coalition can point to many fulfilled campaign promises. Whether the CSU will seek a coalition with Hubert Aiwanger's party again in 2028 has been deliberately left open so far. However, a serious alternative is not in sight, as Söder has repeatedly ruled out an alliance with the Greens. The only question is whether it would be enough for a two-party coalition with the Free Voters again. Because: the AfD also enjoys very high approval ratings in the Free State. At the same time, the Greens in particular are experiencing a certain upswing in polls. Another problem could arise from the tight budget situation. Big leaps have not been possible for a long time, and the upcoming budget deliberations will not be easy. There are no major savings potentials—because the "black zero" is firmly set in the government.
5. Berlin problems. One or the other in the CSU is also apprehensive because the black-red coalition at the federal level still fails to really get going. As a result, the Christian Socials could still be drawn into the downward spiral, according to board statements. Therefore, the fate of the CSU is also somewhat dependent on when, if, and how the federal government delivers on its reform promises and whether and when the reforms have the hoped-for positive effects on the economy and business cycle—and when people feel this. However, this in turn depends to a large extent on the state of the global economy, the future course of the US under Trump, and much more. The CSU cannot simply brush these and many other worries aside at its party conference.
CSU-Parteitag: Fünf offene Fragen für Markus Söder
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In der CSU haben viele Menschen vor dem Parteitag durchgeatmet. In zwei Umfragen konnte die Partei von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fast die Ergebnisse der Landtagswahl 2023 erreichen. Die Werte von 37 und 36 Prozent sind für die Partei heute gut. Ist damit alles gut?
Nicht ganz. Söder beginnt am Freitag einen Parteitag in München. Die CSU hat weniger Probleme als die Bundes-Union oder die CDU in Nordrhein-Westfalen. Trotzdem ist in der CSU nicht alles gut.
Hier sind fünf Fragen, die intensiv diskutiert werden:
1. Die Angst um die Volkspartei. CSU-Generalsekretär Martin Huber sagte nach einer Sitzung einen bemerkenswerten Satz: Die Partei hat als letzte große Volkspartei eine besondere Verantwortung. Das sorgte bei der CDU für Unruhe. Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz sieht das vermutlich anders. Die Menschen in Bayern haben Angst um ihren Status. Die AfD bekommt bundesweit viele Stimmen.
2. Die Zukunft von Ilse Aigner. Parteichef Söder nannte die Landtagspräsidentin Ilse Aigner öffentlich seine Favoritin für das Amt der Bundespräsidentin. Deswegen wird über die berufliche Zukunft der 61-Jährigen diskutiert. Die Menschen in Bayern wollen das. Aber auf Bundesebene ist die Entscheidung offen. Kanzler Merz muss zustimmen. Söder wird auf dem Parteitag für sie werben.
3. Das Problem mit dem Kanzler. Die Beliebtheit von Merz ist in Bayern gering. Die Menschen vertrauen seiner Arbeit nicht. Viele in der CSU sind unzufrieden mit dem Kanzler. Sie sagen, er hat durch viele Ankündigungen seinen Kredit verspielt. Die Erwartungen an seine Rede sind gering. Die Anhänger sehen ihren eigenen Parteichef als bessere Alternative. Söder bleibt loyal, aber der 59-Jährige steht bereit. Das Thema wartet bis zur Landtagswahl im April 2027.
4. Die Lage in Bayern. Die Hälfte der Regierungszeit ist vorbei. Nach Unruhen nach den Kommunalwahlen ist die Lage ruhig. Die CSU regiert mit den Freien Wählern. Ob es 2028 wieder eine Koalition gibt, ist offen. Ein Bündnis mit den Grünen hat Söder ausgeschlossen. Die AfD hat hohe Zustimmungswerte. Auch die Grünen bekommen wieder mehr Stimmen. Ein Problem ist die enge Haushaltslage. Sparen ist schwer, weil die schwarze Null bleibt.
5. Probleme in Berlin. Die Koalition im Bund läuft nicht richtig. Die CSU hat Angst, dass sie in einen Abwärtstrend gerät. Der Erfolg hängt von den Reformen der Bundesregierung ab. Auch die Wirtschaft und die Politik der USA unter Trump sind wichtig. Die CSU kann diese Sorgen auf dem Parteitag nicht ignorieren.