Donnerstag 22. Oktober 2026
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Klopp kritisiert Bayern-Taktik von Kompany – Trainer reagiert verstimmt

Klopp kritisiert Bayern-Taktik von Kompany – Trainer reagiert verstimmt
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München – Aussagen vom Bundestrainer sorgen für Wirbel! Jürgen Klopp (59) saß am Mittwochabend auf der Ehrentribüne des FC Bayern und sah das 2:2 im Champions-League-Spiel gegen den FC Arsenal. In der Halbzeitpause äußerte sich Klopp kritisch zur Taktik von Vincent Kompany (40). Als der Bayern-Trainer danach auf einer Pressekonferenz darauf angesprochen wurde, reagierte er wortkarg und abweisend: „Da sage ich nichts dazu. Nächste Frage!“

Was hatte Klopp in der TV-Analyse gesagt? Auf die Frage, wie er die Spiele sehe, antwortete Kloppo bei DAZN: „Insgesamt interessiert mich alles am Spiel.“ Dann sprach er die Bayern-Defensive an: „Ich habe bis heute nicht verstanden, was Bayern gegen den Ball macht. Mal ist es hybrid, dann Mann gegen Mann, dann nicht gegen den Mann. Ich bin immer noch Lernender.“

Dazu liefen Bilder vom 0:1 durch Arsenal-Flügelspieler Eberechi Eze (28). Nach einem langen Pass von Martin Ödegaard (27) traf der Engländer in der 25. Minute zur Führung. Konrad Laimer (29) kam zu spät, und Josip Stanisic (26) hob das Abseits auf. Klopp kritisierte: „Beim Gegentor: Klar, einer hebt das Abseits auf. Aber warum ist kein Druck auf dem Ball?“

Danach folgten Klopps Aussagen zur Defensiv-Ausrichtung von Kompany und vor allem zu Superstar Harry Kane (33), der im Spiel überall zu finden war: im Sturm, als Elfmeterschütze zum 2:1 in der 61. Minute, im Mittelfeld und als Ballverteiler vor dem 1:1 durch Alphonso Davies (25) in der 35. Minute.

Der Bundestrainer sagte: „Sie haben gesagt: Harry Kane ist heute überall. Das finde ich mit Ball in Ordnung, aber gegen den Ball … Wenn ich Harry Kane in der letzten Linie sehe, im Mittelfeld-Pressing – das ist einfach für mich … Alle dürfen machen, was sie wollen, aber dahintergestiegen bin ich auch nicht!“

Klopp lächelte am Ende, doch seine Aussagen zeigten Unverständnis für Kanes Positionierung. Es ist ungewöhnlich, dass sich ein Bundestrainer öffentlich so zur Taktik eines Vereinstrainers äußert. Weder Julian Nagelsmann (39) noch Hansi Flick (61) oder Jogi Löw (66) hatten das jemals so gemacht. Kompanys knappe Antwort zeigte, dass er keine Lust auf die Diskussion hatte.

Interessanterweise gab Kane Klopp in Teilen recht. Der Stürmer sagte nach dem Abpfiff: „Arsenal war in der Laufarbeit ziemlich knifflig. Wegen ihrer Laufwege, vor allem in der zweiten Halbzeit, hatte ich das Gefühl, dass wir ein bisschen durcheinanderkamen.“ Kane fügte hinzu: „Wir hatten Mühe, den Spielaufbau einzuleiten. Das ist definitiv etwas, woran wir arbeiten können.“

Sportvorstand Max Eberl (53) wehrte die Aussagen ab: „Ich fand das 1:1 jetzt nicht so schlecht, aus dem tiefen Raum den Ball so zu spielen. Wir machen uns viele Gedanken, um ein Spiel gegen Arsenal zu gewinnen.“ Das Spiel sei sehr flexibel gewesen mit vielen Positionswechseln.

Eberl räumte zwar ein: „Das ist nicht der Sinn und Zweck, dass Harry dann irgendwann als Libero auftaucht. Aber es kann eben auch mal sein.“ Wenn Kane dort stehe, könne die Mannschaft mit der Schnelligkeit von Alphonso Davies oder Ismael Saibari Torchancen bekommen.

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