Die russische Regierung äußert sich nicht zu der von Trump verkündeten Energie-Waffenruhe. Auf eine längere Unterbrechung der Kämpfe wird man sich nicht einlassen.
Wenn es um Geld geht, sind sich Donald Trump und Wladimir Putin schnell einig. Der US-Präsident dankt seinem russischen Kollegen ausdrücklich für die Lieferung von über 1,8 Millionen Tonnen Dieseltreibstoff für den US-Markt. Russische Medien berichten darüber sehr viel. Andere Ideen von dem US-Präsidenten finden in Moskau weniger Freude.
Trumps am vergangenen Sonntag auf Truth Social erklärte Energie-Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine bleibt ohne Wirkung. Beide Seiten sollen sich darauf geeinigt haben. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagt dazu nur kurz, dass der Kontakt bleibt. Im Moment gibt es dazu aber nichts zu sagen. Die russischen Streitkräfte greifen die ukrainische Energieinfrastruktur weiter an.
Der russische Sondergesandte Kirill Dmitrijew schreibt auf X nach Trumps Worten, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten braucht. Das sei ein historischer Moment. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj antwortet schnell. Er stellt Neuwahlen in Aussicht, wenn es eine 60-tägige Waffenruhe gibt.
Russlands Außenminister Sergei Lawrow sagt seine Meinung zu Selenskyj. Er glaubt nicht, dass Selenskyj eine Pause verdient hat. Das Russland keine lange Pause macht, hat der ukrainische Präsident bei seinem Angebot bestimmt gedacht.
Spiel auf Zeit
Peskow bestätigt am Montag, dass sich die Meinung des Kremls nicht geändert hat. Er erklärt, dass man keinen Waffenstillstand will, sondern langfristigen Frieden. Er erklärt aber nicht, woran man diesen Frieden erkennen soll. Dann sagt er, dass Putin das Feuer am Wahltag stoppt, wenn Kyjiw Wahlen macht.
Russland spielt auf Zeit. Trump hilft dabei, weil er Sanktionen ändert und russischen Diesel kauft. Das bringt dem Kreml 5 Milliarden US-Dollar an extra Geld. Das hilft Putin für eine kurze Zeit. Trumps Politik hilft aber nicht beim Frieden, auch wenn der Mann in Washington oft sagt, dass der Krieg in der Ukraine nie passieren durfte.