Montag 12. Oktober 2026
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EILMELDUNG Merz plant Stromsteuersenkung nach Verlusten für die CDU

Merz plant Stromsteuersenkung nach Verlusten für die CDU
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Nach den Verlusten bei den Landtagswahlen setzt Kanzler Friedrich Merz auf Entlastungen und will die Stromsteuer für alle senken. Nach einer Präsidiumsklausur in Berlin erklärte der Parteichef, dass man sich aus einer Vertrauenskrise herausarbeiten müsse. Freie Mittel im Haushalt sollen für eine Senkung auf das europäische Mindestmaß verwendet werden, wie es die schwarz-rote Koalition zugesagt hatte. Bisher galt dies nur für bestimmte Branchen.


Merz betonte, dass man damit eine Glaubwürdigkeitslücke schließen wolle. Spielräume hängen von einem stabilen Wachstum ab. Die Regierung hat ihre Wachstumserwartung für 2026 von 0,5 Prozent auf 1,3 Prozent angehoben. Ein Prozent Wachstum bedeutet rund zehn Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen, wovon fünf Milliarden Euro an den Bund gehen.


Wahldebakel und Stimmungstief

Die zweitägige Klausur folgte auf die Niederlagen der CDU bei den Landtagswahlen im September. In Mecklenburg-Vorpommern schaffte die CDU erstmals nicht den Einzug in den Landtag. In Berlin verlor sie den ersten Platz an die Linke, und in Sachsen-Anhalt verlor sie fast 20 Prozentpunkte.

Auch bundesweit ist die Union gesunken. 17 Monate nach der Vereidigung der Regierung liegt sie in Umfragen unter 20 Prozent, verglichen mit 28,5 Prozent bei der Wahl Anfang 2025. Vor sechs Jahren erreichte sie noch 40 Prozent, was Merz unter internen Druck setzt.


„Ein klares Warnsignal für die Union“

Das Präsidium beschloss eine Erklärung mit dem Titel „Was jetzt passieren muss“. Darin heißt es, dass die Wahlergebnisse ein klares Warnsignal waren und die Union handeln muss, weil Deutschland Veränderungen erwartet.


Merz erklärte, die Beratungen waren ernst und von Vertrauen geprägt. Die CDU habe es versäumt, die Reformen der Bundesregierung und langfristige Verbesserungen verständlich zu machen.


Wohnen, Arzttermine, Kriminalität

Der CDU-Chef nannte drei zentrale Bereiche: ein bezahlbares Leben, mehr Gerechtigkeit und Sicherheit. Der Beschluss enthält folgende Punkte:


  • Wohnen: Das Bauen soll durch weniger Regeln einfacher und günstiger werden.
  • Luftverkehr: Der Bund soll Flugsicherungsgebühren senken, um den innerdeutschen Flugverkehr zu schützen.
  • Gesundheit: Facharzttermine sollen unabhängig von der Versicherung für alle erreichbar sein.
  • Pflege: Pflegezeiten sollen weiterhin auf die Rente angerechnet werden und Defizite in Kommunen vermieden werden.
  • Jobwechsel: Weiterbildung soll flexibler gestaltet werden.
  • Sicherheit: Menschen sollen sich sicher fühlen, und es soll keine No-Go-Areas geben.


Merz kündigte an, im November eine Kreisvorsitzendenkonferenz abzuhalten und im kommenden Jahr weitere Regionalkonferenzen in Deutschland zu planen, um den Austausch zu stärken.


Rückhalt für Kanzler vom CSU-Chef

Rückendeckung erhielt Merz von CSU-Chef Markus Söder. In der ARD-Sendung Miosga betonte der bayerische Ministerpräsident, dass Friedrich Merz Bundeskanzler bleibt und er ihn respektiert. Auch Unions-Landtagsfraktionschefs forderten spürbare Senkungen der Sozialversicherungsbeiträge. Zu einer möglichen Steuerreform erklärte Merz, dass man diese nicht absage.
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12. October 2026 • 👁️ 1 Aufrufe