Dienstag 20. Oktober 2026
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Lehrerin (26) will weg von Wiener Brennpunktschule

Lehrerin (26) will weg von Wiener Brennpunktschule
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Eine Lehrerin am Limit: Simone R. (26) arbeitet an einer Wiener Brennpunktschule, an der kein Kind Deutsch als Muttersprache spricht. „Ich will richtig Pädagogin sein. Das habe ich gelernt. Das war mein berufliches Ziel“, klagte sie gegenüber „Heute“. Stattdessen kommt sie sich oft vor, als würde sie einen Deutschkurs für Anfänger machen.

Viele Schüler verstehen selbst einfache Anweisungen nicht, weshalb ein regulärer Unterricht kaum möglich ist. Nur etwa zehn bis zwölf der 23 Kinder können dem Unterricht ausreichend folgen. Wegen bevorstehender Schularbeiten bezweifelt die Lehrerin, dass ein großer Teil der Klasse die Aufgaben schaffen kann.

Die für Sprachförderung ausgebildete Pädagogin fühlt sich zunehmend überfordert, weil sie ihre eigentliche Aufgabe kaum noch erfüllen kann. „Es ist einfach frustrierend“, sagte Simone R. gegenüber „Heute“.

Sie würde Wien gerne verlassen und künftig auf dem Land an einer Schule mit deutschsprachigen Kindern unterrichten. Ein Wechsel ist jedoch schwierig, weil Versetzungen in ein anderes Bundesland von formellen Freigaben abhängen.

In Österreich gibt es laut dem Chancenbonus-Programm 400 Brennpunktschulen, in Wien sind es 228. Die Auswahl basiert auf dem SÖL-Index der Statistik Austria.

„Wir haben in diesen Schulen sehr viele Kinder, die beim Eintritt in die Schule der deutschen Sprache nicht mächtig sind“, beschreibt die pädagogische Leiterin Monika Steurer die Situation an den 11 betroffenen Vorarlberger Schulen gegenüber dem ORF.

In Deutschland gibt es laut der Deutschen Welle rund 4000 Schulen in schwierigen sozialen Lagen, die im Rahmen des Startchancen-Programms gefördert werden (Stand 2024).

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