Hacker haben viele E-Mails von der AfD-Chefin ins Internet gestellt. Medien haben die E-Mails gelesen. Sie stellen eine Frage: Weiß Alice Weidel mehr über illegale Spenden aus der Schweiz? Hat sie früher mehr gesagt?
Das ZDF, die Zeitung „Der Standard“ und der „Spiegel“ haben die Nachrichten geprüft. Das Ergebnis ist: Weidel führt die AfD mit Tino Chrupalla. Sie hat die Menschen bei einer großen Spende von 132.000 Euro belogen.
Im November 2018 haben NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ etwas gefunden. Der AfD-Kreisverband Bodensee hat Geld aus der Schweiz bekommen. Weidel war damals Kandidatin im Wahlkreis 293 Bodensee für den Bundestag. Parteien dürfen Spenden über 500 Euro nicht annehmen. Das gilt, wenn man den Spender nicht kennt.
Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat im Jahr 2023 ein Urteil gesprochen. Die Annahme von der Spende war illegal. Die AfD musste eine Strafe von rund 396.000 Euro an den Bundestag zahlen.
Die Mails zeigen jetzt einen neuen Verdacht. Weidel war Kandidatin im Bundestagswahlkampf 2017. Sie hat von dem Geld viel früher gewusst. Sie hat es früher gewusst als bisher gesagt.
Am 10. Juli 2017 hat die 47-Jährige der Schatzmeisterin geschrieben. Sie hat um Aufmerksamkeit für Geld gebeten. Weidel hat geschrieben: „Es wurden mir Spenden avisiert, mit denen ich meinen Social Media Wahlkampf bestreiten muss.“
Das ZDF hat das berichtet. Weidel hat der Mitarbeiterin eine Anweisung gegeben. Sie sollte das Konto zweimal in der Woche ansehen. Weidel hat geschrieben: „Da wissen wir, wie viel wir ausgeben können.“ Die Schatzmeisterin sollte Eingänge per E-Mail bestätigen.
Im August 2017 hat sich die Schatzmeisterin an den Landesschatzmeister gewandt. Das zeigen die E-Mails. Sie hat geschrieben: „Ein Gönner aus der Schweiz unterstützt Alice wöchentlich mit mehreren tausend CHF.“ CHF ist die Abkürzung für Schweizer Franken.
Der erste Teil von der Großspende ist gekommen. Das war vier Tage nach der E-Mail von Weidel. Das Geld war umgerechnet 8.021,59 Euro. Danach sind noch 16 weitere Zahlungen gekommen.
Das Geld ist über zwei Pharmafirmen aus Zürich auf das Konto geflossen. Auf dem Konto stand der Zweck „Wahlkampfspende Alice Weidel Social Media“. Spätere Ermittlungen haben etwas gezeigt. Das Geld kam wahrscheinlich von dem Immobilienmilliardär Henning Conle. Er hat wie Weidel einen Wohnsitz in der Schweiz.
Am 11. Juli 2017 hat Weidel der Schatzmeisterin geschrieben. Das war nur einen Tag nach ihrer Nachricht über Spenden. Sie hat ein neues Unterkonto für persönliche Spenden gewollt. Das hat der Sender gesagt. Sie wollte die Kassen getrennt halten. Die Schatzmeisterin hat das Konto noch am selben Tag geöffnet.
Die internen E-Mails zeigen noch etwas mehr. Das hat das ZDF gesagt. Weidel hat sich knapp zwei Wochen nach der Kontoeröffnung einen Text vom Bundesschatzmeister geschickt. Der Text war für einen Beschluss. Darin stand: „Frau Weidel erhält freie Auftragsverfügung über die für sie eingehenden zweckgebundenen Bundestagswahlkampfspenden.“
Weidel hat Ende Juli 2017 über das Geld aus der Schweiz entscheiden können. Das hat das ZDF gesagt. Sie hat früher gesagt, dass sie nichts von dem Geld wusste. Zu dieser Zeit waren schon rund 32.000 Euro da.
Das ZDF hat noch etwas gesagt. Die Staatsanwaltschaft Konstanz hat die Ermittlungen gegen Weidel gestoppt. Es gab keinen großen Verdacht. Weidel hat nicht bei der Aufteilung von Spenden geholfen. Sie hat sich auch nicht mit dem Spender abgesprochen. Das haben die Staatsanwälte gesagt.
Nach der Affäre hat Weidel etwas gesagt. Sie hat beteuert: Sie hat im September 2017 das erste Mal von der Spende erfahren. Sie hat die Spende nicht gewollt. Später hat sie gesagt, dass sie das Geld zurückzahlen will. Es gab nämlich Bedenken wegen der Legalität.
Ein Sprecher von Weidel hat den Medien etwas mitgeteilt. Die AfD-Chefin ändert keine von ihren Aussagen in der Sache. Sie hat damals viele Gespräche mit Unterstützern geführt. Die Leute haben sich für eine Spende interessiert.
Weidel hat keine festen Summen erwartet. Sie war sich auch nicht sicher, ob die Personen wirklich spenden. Sie hat die Zahlungen aus der Schweiz nicht erwartet.
Nach einem Datenleck haben Hacker Tausende E-Mails der Co-Vorsitzenden der AfD ins Netz gestellt. Medienberichten zufolge werfen diese Informationen eine wichtige Frage auf: Weiß Alice Weidel mehr über illegale Spenden aus der Schweiz, als sie bisher öffentlich zugegeben hat?
Das ZDF, die österreichische Zeitung „Der Standard“ und der „Spiegel“ haben die Kommunikation ausgewertet. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass Weidel, die die AfD gemeinsam mit Tino Chrupalla führt, die Öffentlichkeit in der Affäre um eine Großspende in Höhe von 132.000 Euro offenbar getäuscht hat.
Bereits im November 2018 hatten NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ aufgedeckt, dass dem AfD-Kreisverband Bodensee diese Summe aus der Schweiz gespendet worden war. Weidel hatte damals als AfD-Spitzenkandidatin im Wahlkreis 293 Bodensee für den Bundestag kandidiert. Deutsche Parteien dürfen Spenden von mehr als 500 Euro nicht annehmen, wenn die Identität des Spenders nicht feststellbar ist.
Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg urteilte im Jahr 2023, dass die Annahme dieser Spende illegal war. Deshalb musste die AfD eine Strafzahlung von rund 396.000 Euro an den Bundestag leisten.
Aktuellen Medienberichten zufolge erzeugen die Mails nun den Verdacht, dass Weidel als Spitzenkandidatin im Bundestagswahlkampf 2017 viel früher über den Eingang der Spenden informiert war als bisher behauptet.
Demnach bat die 47-Jährige am 10. Juli 2017 die damalige Schatzmeisterin ihres AfD-Kreisverbands, auf „eventuelle Spendeneingänge“ zu achten. Weidel schrieb damals: „Es wurden mir Spenden avisiert, mit denen ich meinen Social Media Wahlkampf bestreiten muss.“
Laut Angaben des ZDF wies sie die Mitarbeiterin an, das Konto „2x wöchentlich im Blick“ zu behalten, „da wissen wir, wie viel wir ausgeben können“. Die Schatzmeisterin sollte ihr Eingänge und deren genaue Höhe per E-Mail bestätigen.
Im August 2017 wandte sich die Schatzmeisterin des Kreisverbands laut den E-Mails an den Landesschatzmeister. Sie schrieb: „Ein Gönner aus der Schweiz unterstützt Alice wöchentlich mit mehreren tausend CHF.“ Die Abkürzung CHF steht dabei für Schweizer Franken.
Der erste Teil dieser Großspende, was umgerechnet 8.021,59 Euro entsprach, ging dem Sender zufolge vier Tage nach Weidels E-Mail ein. Danach folgten 16 weitere Zahlungen.
Das Geld floss über zwei Pharmafirmen aus Zürich auf das Konto des Kreisverbands. Es war mit dem Verwendungszweck „Wahlkampfspende Alice Weidel Social Media“ versehen. Spätere Ermittlungen ergaben, dass das Geld in Wirklichkeit wohl von dem umstrittenen Immobilienmilliardär Henning Conle stammte, der wie Weidel einen Wohnsitz in der Schweiz hat.
Am 11. Juli 2017 – nur einen Tag nach ihrer Ankündigung über angekündigte Spenden – bat Weidel die Kreisschatzmeisterin um ein „KV-Unterkonto nur für meine persönlichen Spenden“. Sie wollte die Budgets des Kreisverbands und ihrer Wahlkampfkasse getrennt halten. Die Kreisschatzmeisterin eröffnete dieses Konto anscheinend noch am selben Tag.
Dem ZDF zufolge dokumentieren die internen E-Mails aus dem AfD-Leak außerdem, dass Weidel sich knapp zwei Wochen nach der Kontoeröffnung vom Bundesschatzmeister der AfD die Vorlage für einen Umlaufbeschluss schicken ließ. Darin stand: „Frau Weidel erhält freie Auftragsverfügung über die für sie eingehenden zweckgebundenen Bundestagswahlkampfspenden.“
Somit konnte Weidel laut dem ZDF spätestens Ende Juli 2017 über das Geld aus der Schweiz entscheiden, obwohl sie nach eigenem Bekunden gar nichts davon gewusst hatte. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits rund 32.000 Euro eingegangen.
Das ZDF weist darauf hin, dass die Staatsanwaltschaft Konstanz ein Ermittlungsverfahren gegen Weidel eingestellt hat. Die Begründung war, dass sich kein hinreichender Verdacht ergeben habe, wonach die AfD-Spitzenfunktionärin an einer Stückelung der Spenden zur Verschleierung der Herkunft mitgewirkt oder sich mit dem Spender abgesprochen habe.
Nachdem die Affäre bekannt wurde, hatte Weidel beteuert, sie habe erst im September 2017 von der „ungebetenen“ Spende erfahren. Später sprach sie sich für eine Rückzahlung aus, weil es „Bedenken ob der Legalität“ gegeben habe.
Ein Sprecher von Weidel teilte den Medien mit, dass die AfD-Chefin „keine ihrer Aussagen in der Causa“ revidiere. Sie habe damals zahlreiche Gespräche mit potenziellen Unterstützern geführt, „die sich für die Möglichkeit einer Spende interessiert“ hätten.
Sie habe weder konkrete Summen erwartet noch sei sie sich sicher gewesen, dass einzelne Personen tatsächlich spenden würden. Die Zahlungen aus der Schweiz habe sie jedenfalls nicht erwartet.
Nach einem massiven Datenleck waren Tausende E-Mails der Co-Vorsitzenden der AfD von Hackern ins Netz gestellt worden. Medienberichten zufolge finden sich darin Informationen, die die dringende Frage aufwerfen, ob Alice Weidel mehr über illegale Spenden aus der Schweiz weiß, als sie bisher öffentlich eingeräumt hat.
Das ZDF, die österreichische Zeitung „Der Standard“ und der „Spiegel“ haben die interne Kommunikation ausgewertet und kommen zu dem Befund: Weidel, die die AfD gemeinsam mit Tino Chrupalla führt, hat in der Affäre um eine Großspende in Höhe von 132.000 Euro die Öffentlichkeit offenbar getäuscht.
Im November 2018 hatten NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ aufgedeckt, dass dem AfD-Kreisverband Bodensee diese Summe aus der Schweiz zugewendet worden war. Weidel hatte damals als AfD-Spitzenkandidatin im Wahlkreis 293 Bodensee für den Bundestag kandidiert. Deutsches Parteiengesetz untersagt die Annahme von Spenden über 500 Euro, sofern die Identität des Spenders nicht feststellbar ist.
Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg urteilte im Jahr 2023, dass die Annahme dieser Spende illegal war. Die AfD musste daraufhin eine Strafzahlung von rund 396.000 Euro an den Deutschen Bundestag leisten.
Den aktuellen Berichten zufolge nähren die E-Mails nun den schwerwiegenden Verdacht, dass Weidel als Spitzenkandidatin im Bundestagswahlkampf 2017 deutlich früher über den Eingang der Spenden informiert war, als sie es bislang darstellte.
Demnach bat die 47-Jährige am 10. Juli 2017 die damalige Schatzmeisterin ihres AfD-Kreisverbands, auf „eventuelle Spendeneingänge“ zu achten. „Es wurden mir Spenden avisiert, mit denen ich meinen Social Media Wahlkampf bestreiten muss“, schrieb Weidel in der entsprechenden Nachricht.
Dem ZDF zufolge wies sie die Mitarbeiterin an, das Konto „2x wöchentlich im Blick“ zu behalten. „Da wissen wir, wie viel wir ausgeben können.“ Eingänge und deren Höhe sollte die Schatzmeisterin ihr jeweils per E-Mail bestätigen.
Im August 2017 wandte sich den Auswertungen zufolge die Schatzmeisterin des Kreisverbands an den Landesschatzmeister. „Ein Gönner aus der Schweiz unterstützt Alice wöchentlich mit mehreren tausend CHF“, schrieb sie. Die Abkürzung CHF steht hierbei für Schweizer Franken.
Der erste Teil der Großspende, umgerechnet 8.021,59 Euro, ging dem Sender zufolge vier Tage nach Weidels E-Mail ein, woraufhin 16 weitere Zahlungen folgten.
Das Kapital floss über zwei Zürcher Pharmafirmen an das Konto des Kreisverbands, versehen mit dem Verwendungszweck „Wahlkampfspende Alice Weidel Social Media“. Spätere Ermittlungen ergaben, dass das Geld mutmaßlich von dem umstrittenen Immobilienmilliardär Henning Conle stammte, der ebenso wie Weidel über einen Wohnsitz in der Schweiz verfügt.
Am 11. Juli 2017 – lediglich einen Tag nach ihrer schriftlichen Ankündigung über in Aussicht gestellte Spenden für den Social-Media-Wahlkampf – bat Weidel die Kreisschatzmeisterin zudem um ein „KV-Unterkonto nur für meine persönlichen Spenden“, wie der Sender berichtet. Sie beabsichtigte offenbar, die Budgets des Kreisverbands und ihrer Wahlkampfkasse strikt getrennt zu halten. Die Kreisschatzmeisterin eröffnete dieses Konto dem Vernehmen nach noch am selben Tag.
Die internen E-Mails aus dem AfD-Leak dokumentieren dem ZDF zufolge ferner, dass Weidel sich knapp zwei Wochen nach der Kontoeröffnung vom Bundesschatzmeister der AfD die Vorlage für einen Umlaufbeschluss habe schicken lassen: „Frau Weidel erhält freie Auftragsverfügung über die für sie eingehenden zweckgebundenen Bundestagswahlkampfspenden.“
Damit konnte Weidel dem Bericht zufolge spätestens Ende Juli 2017 über die Finanzmittel aus der Schweiz verfügen, von deren Existenz sie nach eigener Darstellung zu jenem Zeitpunkt keine Kenntnis besessen haben will. Zu diesem Datum waren bereits rund 32.000 Euro eingegangen.
Das ZDF weist ergänzend darauf hin, dass die Staatsanwaltschaft Konstanz das Ermittlungsverfahren gegen Weidel eingestellt hat. Es habe sich kein hinreichender Verdacht ergeben, wonach die AfD-Spitzenfunktionärin an einer unzulässigen Stückelung der Spenden zur Verschleierung der Provenienz mitgewirkt oder sich explizit mit dem Spender abgesprochen habe, so die offizielle Begründung der Staatsanwaltschaft.
Nach Bekanntwerden der Affäre hatte Weidel beteuert, erst im September 2017 von der „ungebetenen“ Spende erfahren zu haben, und sich infolgedessen für eine Rückzahlung starkgemacht, da „Bedenken ob der Legalität“ vorgelegen hätten.
Weidels Sprecher ließ den Medien übermitteln, die AfD-Chefin revidiere „keine ihrer Aussagen in der Causa“. Sie habe zu jener Zeit zahlreiche Konsultationen mit potenziellen Unterstützern geführt, „die sich für die Möglichkeit einer Spende interessiert“ hätten.
„Weder hat Frau Weidel konkrete Summen erwartet noch war sie sich sicher, dass einzelne Personen tatsächlich spenden würden.“ Die Zahlungen aus der Schweiz seien von ihr nicht präferiert oder erwartet worden.
Following a massive data leak, thousands of emails belonging to the co-leader of the AfD were published online by hackers. According to media reports, these documents contain information raising a critical question: Does Alice Weidel know more about illegal donations from Switzerland than she has publicly admitted so far?
ZDF, the Austrian newspaper “Der Standard,” and “Der Spiegel” have evaluated the communications and concluded that Weidel, who leads the AfD alongside Tino Chrupalla, apparently deceived the public regarding a major donation scandal amounting to 132,000 euros.
In November 2018, NDR, WDR, and “Süddeutsche Zeitung” uncovered that the AfD district association of Lake Constance (Bodensee) had received this sum from Switzerland. Weidel had run as the top AfD candidate in electoral district 293 Bodensee for the Bundestag. Political parties are prohibited from accepting donations exceeding 500 euros if the identity of the donor cannot be determined.
The Berlin-Brandenburg Higher Administrative Court ruled in 2023 that accepting the donation was illegal. Consequently, the AfD was ordered to pay a penalty of approximately 396,000 euros to the German Bundestag.
According to current reports, the emails now raise the suspicion that Weidel, serving as the top candidate in the 2017 federal election campaign, was informed about the receipt of the donations significantly earlier than previously claimed.
Accordingly, on July 10, 2017, the 47-year-old asked the then-treasurer of her AfD district association to watch out for “potential incoming donations.” “Donations have been announced to me that I must use to fund my social media election campaign,” Weidel wrote.
According to ZDF, she instructed the staff member to check the account “twice a week,” adding, “Then we know how much we can spend.” The treasurer was supposed to confirm receipts and their amounts to her via email.
In August 2017, according to the emails, the treasurer of her district association contacted the state treasurer. “A patron from Switzerland supports Alice weekly with several thousand CHF,” she wrote. The abbreviation CHF stands for Swiss francs.
The first installment of the major donation, equivalent to 8,021.59 euros, arrived four days after Weidel's email, followed by 16 further payments, according to the broadcaster.
The funds flowed through two Zurich pharmaceutical companies into the district association's account, labeled with the purpose “Wahlkampfspende Alice Weidel Social Media” (Campaign donation Alice Weidel social media). Subsequent investigations revealed that the money likely originated from the controversial real estate billionaire Henning Conle, who, like Weidel, maintains a residence in Switzerland.
On July 11, 2017—just one day after writing that donations for her social media campaign had been announced to her—Weidel also asked the district treasurer for a “district sub-account solely for my personal donations,” the broadcaster reported. She wanted to keep the budgets of the district association and her campaign fund separate. The district treasurer evidently opened the account on the very same day.
Furthermore, according to ZDF, internal emails from the AfD leak document that roughly two weeks after the account was opened, Weidel had the federal treasurer of the AfD send her the template for a circular resolution: “Ms. Weidel is granted free disposal over the earmarked federal election campaign donations incoming for her.”
This enabled Weidel, according to ZDF, to control the money from Switzerland by late July 2017 at the latest—money she claimed to have known nothing about. Around 32,000 euros had already been received by that time.
ZDF points out that the Konstanz public prosecutor's office dropped an investigation proceedings against Weidel. The rationale provided by prosecutors was that insufficient suspicion had emerged showing that the top AfD functionary had participated in splitting donations to disguise their origin or had colluded with the donor.
After the scandal became public, Weidel had maintained that she first learned of the “unsolicited” donation in September 2017 and later advocated for repayment due to “concerns regarding legality.”
Weidel's spokesperson informed the media that the AfD leader does not revise “any of her statements regarding the case.” At the time, she had held numerous discussions with potential supporters “who were interested in the possibility of a donation.”
“Neither did Ms. Weidel expect specific sums, nor was she certain that individual persons would actually donate.” She stated she did not expect the payments from Switzerland.
Neue E-Mails belasten AfD-Chefin Weidel in alter Spendenaffäre
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Nach einem Datenleck haben Hacker Tausende E-Mails der Co-Vorsitzenden der AfD ins Netz gestellt. Medienberichten zufolge werfen diese Informationen eine wichtige Frage auf: Weiß Alice Weidel mehr über illegale Spenden aus der Schweiz, als sie bisher öffentlich zugegeben hat?
Das ZDF, die österreichische Zeitung „Der Standard“ und der „Spiegel“ haben die Kommunikation ausgewertet. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass Weidel, die die AfD gemeinsam mit Tino Chrupalla führt, die Öffentlichkeit in der Affäre um eine Großspende in Höhe von 132.000 Euro offenbar getäuscht hat.
Bereits im November 2018 hatten NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ aufgedeckt, dass dem AfD-Kreisverband Bodensee diese Summe aus der Schweiz gespendet worden war. Weidel hatte damals als AfD-Spitzenkandidatin im Wahlkreis 293 Bodensee für den Bundestag kandidiert. Deutsche Parteien dürfen Spenden von mehr als 500 Euro nicht annehmen, wenn die Identität des Spenders nicht feststellbar ist.
Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg urteilte im Jahr 2023, dass die Annahme dieser Spende illegal war. Deshalb musste die AfD eine Strafzahlung von rund 396.000 Euro an den Bundestag leisten.
Aktuellen Medienberichten zufolge erzeugen die Mails nun den Verdacht, dass Weidel als Spitzenkandidatin im Bundestagswahlkampf 2017 viel früher über den Eingang der Spenden informiert war als bisher behauptet.
Demnach bat die 47-Jährige am 10. Juli 2017 die damalige Schatzmeisterin ihres AfD-Kreisverbands, auf „eventuelle Spendeneingänge“ zu achten. Weidel schrieb damals: „Es wurden mir Spenden avisiert, mit denen ich meinen Social Media Wahlkampf bestreiten muss.“
Laut Angaben des ZDF wies sie die Mitarbeiterin an, das Konto „2x wöchentlich im Blick“ zu behalten, „da wissen wir, wie viel wir ausgeben können“. Die Schatzmeisterin sollte ihr Eingänge und deren genaue Höhe per E-Mail bestätigen.
Im August 2017 wandte sich die Schatzmeisterin des Kreisverbands laut den E-Mails an den Landesschatzmeister. Sie schrieb: „Ein Gönner aus der Schweiz unterstützt Alice wöchentlich mit mehreren tausend CHF.“ Die Abkürzung CHF steht dabei für Schweizer Franken.
Der erste Teil dieser Großspende, was umgerechnet 8.021,59 Euro entsprach, ging dem Sender zufolge vier Tage nach Weidels E-Mail ein. Danach folgten 16 weitere Zahlungen.
Das Geld floss über zwei Pharmafirmen aus Zürich auf das Konto des Kreisverbands. Es war mit dem Verwendungszweck „Wahlkampfspende Alice Weidel Social Media“ versehen. Spätere Ermittlungen ergaben, dass das Geld in Wirklichkeit wohl von dem umstrittenen Immobilienmilliardär Henning Conle stammte, der wie Weidel einen Wohnsitz in der Schweiz hat.
Am 11. Juli 2017 – nur einen Tag nach ihrer Ankündigung über angekündigte Spenden – bat Weidel die Kreisschatzmeisterin um ein „KV-Unterkonto nur für meine persönlichen Spenden“. Sie wollte die Budgets des Kreisverbands und ihrer Wahlkampfkasse getrennt halten. Die Kreisschatzmeisterin eröffnete dieses Konto anscheinend noch am selben Tag.
Dem ZDF zufolge dokumentieren die internen E-Mails aus dem AfD-Leak außerdem, dass Weidel sich knapp zwei Wochen nach der Kontoeröffnung vom Bundesschatzmeister der AfD die Vorlage für einen Umlaufbeschluss schicken ließ. Darin stand: „Frau Weidel erhält freie Auftragsverfügung über die für sie eingehenden zweckgebundenen Bundestagswahlkampfspenden.“
Somit konnte Weidel laut dem ZDF spätestens Ende Juli 2017 über das Geld aus der Schweiz entscheiden, obwohl sie nach eigenem Bekunden gar nichts davon gewusst hatte. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits rund 32.000 Euro eingegangen.
Das ZDF weist darauf hin, dass die Staatsanwaltschaft Konstanz ein Ermittlungsverfahren gegen Weidel eingestellt hat. Die Begründung war, dass sich kein hinreichender Verdacht ergeben habe, wonach die AfD-Spitzenfunktionärin an einer Stückelung der Spenden zur Verschleierung der Herkunft mitgewirkt oder sich mit dem Spender abgesprochen habe.
Nachdem die Affäre bekannt wurde, hatte Weidel beteuert, sie habe erst im September 2017 von der „ungebetenen“ Spende erfahren. Später sprach sie sich für eine Rückzahlung aus, weil es „Bedenken ob der Legalität“ gegeben habe.
Ein Sprecher von Weidel teilte den Medien mit, dass die AfD-Chefin „keine ihrer Aussagen in der Causa“ revidiere. Sie habe damals zahlreiche Gespräche mit potenziellen Unterstützern geführt, „die sich für die Möglichkeit einer Spende interessiert“ hätten.
Sie habe weder konkrete Summen erwartet noch sei sie sich sicher gewesen, dass einzelne Personen tatsächlich spenden würden. Die Zahlungen aus der Schweiz habe sie jedenfalls nicht erwartet.