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Precht entfacht Debatte über Corona-Impfung und den Tod seines Vaters

Precht entfacht Debatte über Corona-Impfung und den Tod seines Vaters
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BERLIN — Der bekannte deutsche Autor und Philosoph Richard David Precht hat mit Aussagen über seinen im Alter von 93 Jahren verstorbenen Vater Hans-Jürgen Precht eine Welle der Empörung auf der Plattform X ausgelöst.

Im Zuge der Promotion für sein neues Buch Auserzählt? berichtete der 61-jährige Denker im Podcast Lanz & Precht über den Tod seines Vaters. Dabei brachte er dessen gesundheitliche Verschlechterung direkt mit der Corona-Impfung in Verbindung. Precht behauptete, sein Vater habe vor der zweiten Impfdosis keine kognitiven Einschränkungen gehabt. Unmittelbar nach der Impfung sei er körperlich eingebrochen, habe Herzprobleme entwickelt und eine schwere Kurzzeitdemenz erlitten.

Obwohl Precht betonte, kein genereller Impfgegner zu sein und die Impfung für ältere Jahrgänge zu befürworten, spalteten seine Äußerungen die Community in zwei Lager:

Kritiker und Mediziner: Sie werfen Precht Unverantwortlichkeit vor. Es sei wissenschaftlich unhaltbar, die Demenzerkrankung eines über 90-Jährigen ohne medizinische Evidenz auf eine Impfung zurückzuführen.

Impfkritische Kreise: Sie feierten Precht als mutig und nutzen den Fall als Beleg dafür, dass Impfschäden während der Pandemie verschwiegen worden seien.

Precht, der bereits während der Pandemie mit der Aussage, er würde „seine Kinder im Leben nicht impfen lassen“, Gegenwind erfuhr, hat die Debatte über die deutsche Corona-Politik neu belebt.

Wer ist Richard David Precht?

Bestsellerautor: Der 1964 in Solingen geborene Philosoph erlangte Bekanntheit durch sein Buch Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?, das monatelang die Bestsellerlisten anführte.

Medienpräsenz und Akademie: Er hält eine Honorarprofessur in Berlin. Im ZDF moderiert er die Sendung Precht und betreibt einen Podcast mit Markus Lanz.

Gesellschaftliche Rolle: Precht gilt als einer der einflussreichsten Intellektuellen des Landes. Seine Thesen zu Themen wie Bildung, Digitalisierung und dem bedingungslosen Grundeinkommen prägen den Diskurs.

Feuilleton
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