Montag 19. Oktober 2026
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Streit in der Koalition über die Rentenreform

Streit in der Koalition über die Rentenreform
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Die Rentenreform soll kommen, doch Union und SPD liegen bei entscheidenden Details auseinander. Im Zentrum steht die Rente nach 45 Beitragsjahren. Die SPD bringt nun mögliche Beitragserhöhungen ins Spiel – und könnte den Streit damit weiter anfachen.

In der Koalition gibt es weiter Differenzen über die Umsetzung der verabredeten Rentenreform. Die Fraktionsvorsitzenden Thorsten Frei und Matthias Miersch beteuerten am Sonntagabend in der ARD, dass man die Reform beschließen werde. Allerdings zeigten sich deutliche Differenzen bei den Zeitvorstellungen und möglichen Änderungen.

Frei forderte einen Gesetzentwurf des Arbeitsministeriums, damit man über Details reden könne. Das gelte etwa für die umstrittene beitragsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren, sagte der CDU-Politiker. So könne man klären, ob es Unterschiede bei den Arbeitszeiten gibt. Er wandte sich an den neuen Arbeitsminister Alexander Schweitzer und forderte Tempo.

SPD-Fraktionschef Miersch wollte sich nicht auf einen Zeitpunkt festlegen lassen und forderte Einarbeitungszeit für den neuen Minister. Er ist sich mit anderen Politikern einig, dass man eine große Reform will. Aber er sieht Probleme beim Gerechtigkeitsempfinden. Miersch bezweifelte Expertenangaben, dass die Rente nach 45 Beitragsjahren zehn Milliarden Euro koste.

Der CDU-Politiker Frei verwies darauf, dass die Union ein einziges Gesetzespaket fordert. Das SPD-geführte Ministerium hat die verabredete zweite Stufe der Reform noch nicht vorgelegt.

Miersch schließt Beitragserhöhungen bei der Rente nicht aus. In einem Interview sprach er über zusätzliche Erhöhungen zur Finanzierung. Über die konkrete Finanzierung wollte er jedoch nicht spekulieren. Man müsse sachlich mit dem Koalitionspartner sprechen.

Zugleich bekräftigte er seine Zweifel an den Kosten einer Abschaffung der Rente mit 63. Er geht von einer deutlich geringeren Summe als den zehn Milliarden Euro pro Jahrgang aus, nannte aber keine eigene Schätzung.

Politik
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