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Türkische Mafia in Deutschland: Der Prozess von Ansbach hat begonnen
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Ein Wintertag im fränkischen Absberg. Ein ziviler VW-Bus mit Nürnberger Polizisten wartet in einer Sackgasse. In einer nahen Ferienwohnung treffen sich fünf Männer. Darunter sind zwei angebliche Mitglieder der Dalton-Bande, und einer wird mit einem europäischen Haftbefehl gesucht.

Einen der anderen Männer rechnen die Ermittler der türkischen Baygara-Gang zu. Es geht um Haschisch und zwei Waffen. An diesem 27. Januar 2026 wollen die Ermittler zugreifen, aber es kommt ganz anders.

Zwei Männer kommen aus dem Haus und gehen zu einem Mercedes mit niederländischem Kennzeichen. Die Beamten vermuten Drogen im Kofferraum.

Als die Männer das Auto starten, versuchen SEK-Beamte, den Wagen zu blockieren. Doch der Fahrer Gökhan E. gibt Gas und durchbricht die Blockade.

Er fährt schnell auf einem Fahrradweg, während zwei Fußgänger zur Seite springen. Der Beifahrer Firat C. lehnt sich aus dem Fenster und schießt auf den Polizeibus.

Die Beamten schalten das Blaulicht ein. Der Mercedes rast 20 Kilometer weit durch Ortschaften. Erst nach einem Zusammenstoß in einem Kreisverkehr geben die Männer auf.

Unter großer Sicherheit hat vor dem Landgericht Ansbach der Prozess gegen die beiden türkischen Männer (24 und 25 Jahre alt) begonnen. Es geht nicht um Drogen, sondern um den Verdacht des gemeinschaftlichen Mordversuchs an den SEK-Beamten und die Mitgliedschaft in kriminellen Gruppen.

Der Schütze gehört laut Ermittlungen zur Gruppe „Sicey“, einer Untergruppe der Daltons. Der Fahrer soll für die Baygara-Bande aktiv sein. Beide Gruppen kommen aus der Türkei.

Der Prozess ist stark gesichert. Polizisten und maskierte Einsatzkräfte führen die Angeklagten in den Saal.

Auch im Raum sichern Spezialkräfte die Verhandlung. Firat C. gibt die Schüsse zu. Er sagt, er sei Kurde und in der Türkei verfolgt worden. Seine Familie habe Feinde, die seinen Cousin 2014 in Antalya getötet haben.

Er dachte, die Autos seien ein neuer Anschlag auf ihn. Er sei kein Bandenmitglied, und „Sicey“ sei nur ein Name.

Der andere Angeklagte Gökhan E. schaut auf den Boden. Seine Freunde und sein Bruder sind im Raum. Sein Bruder sagt, sie seien Kurden, und sein Bruder sei nur der Fahrer gewesen.

Die Daltons sind eine bekannte Gruppe der türkischen GenZ-Mafia. Auch die Baygara-Bande ist bewaffnet und nach Deutschland gekommen, weil der Druck in der Türkei groß ist.

Deutschland hat Sedat O. an die Türkei ausgeliefert. Der Chef Ramazan Baygara war in Athen. Es ist unklar, ob er abgeschoben wurde.

Er hat einen Gefängnisaufstand gemacht, und Videos waren im Internet zu sehen.

Der Angeklagte streitet ab, zu der Gruppe zu gehören. Die GenZ-Mafia besteht aus Gangs aus Istanbul.

Wegen des Drucks in der Türkei sind sie über Fluchtrouten nach Europa und andere Länder gereist.

Huseyin U. ist ein Mitglied der Daltons unter dem Chef Berat Can Gökdemir (29). Gökdemir lebt seit 2024 in Russland.

Er sagt, sie seien eine weltweite Familie und folgen den Befehlen von Can Dalton. Gegen Deutsche hätten sie nichts.

Sie greifen nur türkische und kurdische Geschäftsleute an. Sie haben etwa 100 Zellen in Deutschland, koordiniert von Baran Y.

Er verteilt Waffen und kann Männer mobilisieren. Huseyin U. betont, dass sie Deutschland lieben.

Der angebliche Chef Baran Y. wird vom türkischen Innenministerium wegen Mordes gesucht.

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