Sturmtiefs haben in den letzten Tagen das Wetter bestimmt. Jetzt zeigen die Prognosen eine andere Richtung und versprechen frühlingshafte Temperaturen.
Zuletzt haben zwei Sturmtiefs Deutschland beschäftigt. Am Wochenende mussten Mitarbeiter auf der Zugspitze die Besucherflächen vom Schnee befreien, und es gab Neuschnee in den Alpen. Das winterliche Wetter hat mehrere Alpenpässe lahmgelegt. Doch jetzt bringt ein Wetterumschwung Wärme ins Land.
Grund ist ein warmer Sektor, wie der Meteorologe Ronald Porschke von wetter.com t-online erklärt hat. Dabei handelt es sich um den Bereich zwischen einer Warmfront und einer Kaltfront in einem Tiefdruckgebiet. Am Dienstag wird es dadurch außergewöhnlich mild, hat Porschke prognostiziert.
Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) sind im Süden und Südwesten lokal bis zu 21 Grad möglich. Im Rest des Landes erwärmt sich die Luft auf 14 bis 19 Grad. Die Regenfelder im Norden klingen langsam ab, im Süden bleibt es trocken. Ein sonniger, milder Tag wird es rund um Erfurt und Leipzig sowie südlich von Mosel und Main, heißt es bei wetter.com.
Solche Temperaturen sind im Oktober längst keine Seltenheit mehr. Lag die Mitteltemperatur im Oktober früher bei 9 Grad, liegt sie heute höher. Die vergangenen neun Oktober waren wärmer als der Durchschnitt, die Temperaturen lagen teils bei über 12 Grad. Auf Helgoland wurden im letzten Jahr im Oktoberdurchschnitt 13 Grad gemessen.
Nach dem Dienstag baut sich ein Hochdruckgebiet auf. An der Ostflanke strömt polare Kaltluft südwärts nach Mitteleuropa. Das kurze Frühlingswetter am Dienstag nimmt damit ein schnelles Ende. Am Mittwoch sind laut DWD-Prognosen nur noch maximal 16 Grad zu erwarten. Nach Norden hin frischt der Wind auf, an der See gibt es stürmische Böen. Nachts ist örtlich Bodenfrost möglich.
Bis zum Ende der Woche pendeln sich die Temperaturen auf einem milden Niveau ein. 10 bis 16 Grad sind in der Spitze zu erwarten. Insbesondere am Donnerstag halten sich morgens vielerorts zähe Nebelfelder.
Einer Auswertung des Portals donnerwetter.de zufolge ist der Oktober Spitzenreiter bei der Anzahl der Nebeltage. Statistisch gesehen gibt es an jedem dritten bis vierten Oktobertag Nebel mit einer Sichtweite unter 1.000 Metern. Das liegt daran, dass die Temperaturen sinken, während das Wasser des Atlantiks noch sehr warm ist und Feuchtigkeit verdunstet. Der DWD gibt deshalb oft Warnungen heraus, da schlechte Sicht im Straßenverkehr gefährlich sein kann.