Der Tiefkühlbackwarenhersteller Aryzta schließt zwei deutsche Werke. Davon sind viele Beschäftigte betroffen. Die betroffenen Standorte liegen in Nordhausen in Thüringen und in Gerolzhofen in Bayern. Das in der Schweiz ansässige Unternehmen gab dies am Montag bekannt.
Eine Sprecherin nannte keine genaue Zahl der betroffenen Mitarbeiter. Auf der Firmenhomepage werden 200 Beschäftigte in Nordhausen und 300 Beschäftigte in Gerolzhofen genannt. Laut der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sind 170 Beschäftigte in Nordhausen und 270 in Gerolzhofen betroffen. Der Konzern teilte nicht mit, wie es für sie weitergeht und ob es Jobangebote in Eisleben gibt.
Geplant ist, die Produktion in Eisleben in Sachsen-Anhalt zu bündeln. Der Konzern will das Sortiment für den deutschen Markt ausdünnen und auf profitablere Produkte setzen. Die Umsetzung der Pläne ist für die Jahre 2026 und 2027 vorgesehen. Für das laufende Jahr prognostiziert Aryzta weltweit einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von etwa 300 Millionen Euro. Ab 2027 sollen die Aktionäre wieder Geld erhalten, was beispielsweise durch eine Dividende möglich ist.
In Nordhausen werden seit über 20 Jahren Backwaren wie Brötchen, Ciabatta oder Pfannkuchen hergestellt. Im Jahr 2013 übernahm die Schweizer Aryzta AG den Standort von der Großbäckerei Klemme. In Deutschland firmiert das Unternehmen inzwischen als Aryzta Bakeries Deutschland GmbH. Die belieferten Kunden sind unter anderem Großhändler, Einzelhändler und die Gastronomie.