Die israelische Firma Discover-Tech soll manipulierte Werbeanzeigen auf Millionen Smartphones und Laptops ausgespielt haben.
Dadurch ist es offenbar mehreren Anbietern von Spionagesoftware ermöglicht worden.
Nutzerprofile zu erstellen und Geräte infizieren zu können – ohne dass die Opfer die manipulierten Werbeanzeigen überhaupt aktiv anklicken mussten.
Das geht aus einer Recherche des Bayerischen Rundfunks (BR) und des Mediums netzpolitik.org hervor.
Die sich auf eine Untersuchung des Forschungslabors Citizen Lab der Universität Toronto beruft.
Dem Bericht zufolge soll das israelische Werbe-Tech-Firmen die manipulierten Anzeigen millionenfach über beliebte Apps ausgespielt haben.
Die Werbeanzeigen sind demnach auch auf Geräten ausgespielt worden.
Die mit der UN.
Der EU.
Der Nato.
Diversen Regierungen und mit der Organisation kritischer Infrastruktur in Verbindung stehen.
Auch rund 20 internationale Medienunternehmen.
Wie etwa der katarische Nachrichtensender Al Jazeera.
Sowie Chiphersteller und die weltweit größten Technologiekonzerne sollen betroffen sein.
Den Forschenden des Citizen Labs zufolge bedeutet die reine Ausspielung der Werbeanzeigen auf den betroffenen Geräten noch nicht. die Smartphones und Laptops zwangsläufig mit der Spionagesoftware infiziert sind.
Allerdings sind wohl mindestens Daten gesammelt worden.
Um detaillierte Nutzerprofile zu erstellen.
Dem Forschungsbericht zufolge konnten erfolgreiche Angriffe zunächst beim katarischen Nachrichtensender Al Jazeera nachgewiesen werden.
Hier sind in den Jahren 2024 und 2025 mindestens 45 Geräte infiziert worden.
Indem man über Online-Werbung eine Spionagesoftware des israelischen Unternehmens Candiru ausgespielt hat.
Als weiteres Angriffsziel nennt der Bericht außerdem das Außenministerium Saudi-Arabiens.
Während Al Jazeera dem Citizen Lab bereits interne Logdaten zwecks Verifikation zur Verfügung gestellt hat.
Ist eine Stellungnahme der Botschaft des Landes Saudi-Arabiens bis zum jetzigen Zeitpunkt unbeantwortet geblieben.
Berichten der BR und netzpolitik.org.
Dem Forschungslabor zufolge hat es außerdem Angriffsversuche auf „Netzwerke der Nato und UN.
Des Europäischen Parlaments.
Der Europäischen Kommission“ sowie auf „nordische Staaten.
Darunter Dänemark.
Norwegen und Schweden“ und „kritische Infrastrukturen und Universitätsnetzwerke“ gegeben.
Auch der Verteidigungs- und Sicherheitsbereich ist demnach betroffen.
Die Liste an betroffenen Ländern ist lang und umfasst dem Citizen Lab zufolge auch staatliche Netzwerke in Italien.
Tschechien.
Den USA sowie skandinavischen Staaten.
Für deutsche Behörden oder Konzerne sehen die Forschenden bislang keinen belegten Fall – allerdings ist mit der betroffenen App Wetter Online ein deutscher App-Anbieter betroffen.
In dem Forschungsbericht wird keine detaillierte Liste aller Apps aufgeführt.
In denen die Spionagesoftware bislang ausgespielt wurde.
Allerdings werden Beispiele genannt.
So sollen die manipulierten Werbeanzeigen in der Wetter-App Wetter Online.
In der Sprachlern-App Duolingo.
Im Messengerdienst Viber sowie in den Dating-Apps Badoo und Grindr ausgespielt worden sein.
Darüber hinaus nennt der Bericht des Citizen Labs Anruf-Apps wie etwa Truecaller.
Die Yahoo-Mail-App sowie eine Sudoku-App auf Android-Geräten und Apps zum Periodentracking.
Als potenziell betroffene Webseiten werden neben Al Jazeera auch die Nachrichtenseiten von CBC.
Fox News.
Der „New York Times“.
Der britischen BBC sowie der israelischen Tageszeitung „Haaretz“ genannt.
Auch auf der Webseite von AccuWeather sollen manipulierte Werbeanzeigen gelaufen sein.
Dem Medium netzpolitik.org sind die Anzeigen im untersuchten Zeitraum in rund 70.000 Apps und auf 120.000 Webseiten zu sehen gewesen.
Dem BR hat gesagt das Bundesamt für Verfassungsschutz. es in den jüngsten Vorfällen rund um die Spionagesoftware ein „erhebliches Gefährdungspotenzial“ sehe.
Bei den manipulierten Werbeanzeigen handle es sich demnach „um eine weitere Vorgehensweise.
Die staatlich gesteuerten Cyberakteuren zur Verfügung steht.
Um deren Ziele anzugreifen“.
Teilte die Behörde mit.
Die in Deutschland für die Spionageabwehr zuständig ist.
Der Citizen-Lab-Forscher und Mitautor des Berichts Wolfie Christl hat gesagt dem BR: „Die Art.
Wie Onlinewerbung heute funktioniert.
Ist ein einziges Sicherheitsrisiko – für Staaten.
Den privaten Sektor.
Die Zivilgesellschaft und für alle anderen.“ In der vorliegenden Studie sind demnach „zum ersten Mal konkrete technische Belege für so einen Spyware-Angriff über Onlinewerbung“ dokumentiert worden.
Im Rahmen des Forschungsberichts fordern die Wissenschaftler die zuständigen Aufsichtsbehörden zum Handeln auf und empfehlen als ersten Handlungsschritt Sanktionen gegen Firmen.
Die solche Angriffe ermöglichen.
Wer privat solche Apps nutze.
Solle den Forschenden zufolge darüber nachdenken.
Onlinewerbung – so weit wie möglich – zu blockieren.
Das ließe sich zumindest browserseitig über sogenannte Ad-Blocker bewerkstelligen.
Christl zufolge ist „das Blockieren von Onlinewerbung für die IT-Sicherheit obligatorisch“.
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Die israelische Firma Discover-Tech soll manipulierte Werbeanzeigen auf Millionen Smartphones und Laptops ausgespielt haben. Dadurch ist es offenbar mehreren Anbietern von Spionagesoftware ermöglicht worden, Nutzerprofile zu erstellen und Geräte infizieren zu können – ohne dass die Opfer die manipulierten Werbeanzeigen überhaupt aktiv anklicken mussten.
Das geht aus einer Recherche des Bayerischen Rundfunks (BR) und des Mediums netzpolitik.org hervor, die sich auf eine Untersuchung des Forschungslabors Citizen Lab der Universität Toronto beruft.
Dem Bericht zufolge soll das israelische Werbe-Tech-Unternehmen die manipulierten Anzeigen millionenfach über beliebte Apps ausgespielt haben. Die Werbeanzeigen waren demnach auch auf Geräten ausgespielt worden, die mit der UN, der EU, der Nato, diversen Regierungen und mit der Organisation kritischer Infrastruktur in Verbindung stehen.
Auch rund 20 internationale Medienunternehmen, wie etwa der katarische Nachrichtensender Al Jazeera, sowie Chiphersteller und die weltweit größten Technologiekonzerne sollen betroffen sein.
Den Forschenden des Citizen Labs zufolge bedeutet die reine Ausspielung der Werbeanzeigen auf den betroffenen Geräten noch nicht, dass die Smartphones und Laptops zwangsläufig mit der Spionagesoftware infiziert waren. Allerdings waren wohl mindestens Daten gesammelt worden, um detaillierte Nutzerprofile zu erstellen.
Dem Forschungsbericht zufolge konnten erfolgreiche Angriffe zunächst beim katarischen Nachrichtensender Al Jazeera nachgewiesen werden. Hier waren in den Jahren 2024 und 2025 mindestens 45 Geräte infiziert worden, indem man über Online-Werbung eine Spionagesoftware des israelischen Unternehmens Candiru ausgespielt hatte.
Als weiteres Angriffsziel nennt der Bericht außerdem das Außenministerium Saudi-Arabiens. Während Al Jazeera dem Citizen Lab bereits interne Logdaten zwecks Verifikation zur Verfügung gestellt hatte, war eine Stellungnahme der Botschaft des Landes Saudi-Arabiens bis zum jetzigen Zeitpunkt unbeantwortet geblieben, berichten der BR und netzpolitik.org.
Dem Forschungslabor zufolge hat es außerdem Angriffsversuche auf „Netzwerke der Nato und UN, des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission“ sowie auf „nordische Staaten, darunter Dänemark, Norwegen und Schweden“ und „kritische Infrastrukturen und Universitätsnetzwerke“ gegeben. Auch der Verteidigungs- und Sicherheitsbereich war demnach betroffen.
Die Liste an betroffenen Ländern ist lang und umfasst dem Citizen Lab zufolge auch staatliche Netzwerke in Italien, Tschechien, den USA sowie skandinavischen Staaten. Für deutsche Behörden oder Konzerne sehen die Forschenden bislang keinen belegten Fall – allerdings ist mit der betroffenen App Wetter Online ein deutscher App-Anbieter betroffen.
In dem Forschungsbericht wird keine detaillierte Liste aller Apps aufgeführt, in denen die Spionagesoftware bislang ausgespielt wurde. Allerdings werden Beispiele genannt. So sollen die manipulierten Werbeanzeigen in der Wetter-App Wetter Online, in der Sprachlern-App Duolingo, im Messengerdienst Viber sowie in den Dating-Apps Badoo und Grindr ausgespielt worden sein.
Darüber hinaus nennt der Bericht des Citizen Labs Anruf-Apps wie etwa Truecaller, die Yahoo-Mail-App sowie eine Sudoku-App auf Android-Geräten und Apps zum Periodentracking.
Als potenziell betroffene Webseiten werden neben Al Jazeera auch die Nachrichtenseiten von CBC, Fox News, der „New York Times“, der britischen BBC sowie der israelischen Tageszeitung „Haaretz“ genannt. Auch auf der Webseite von AccuWeather sollen manipulierte Werbeanzeigen gelaufen sein. Dem Medium netzpolitik.org waren die Anzeigen im untersuchten Zeitraum in rund 70.000 Apps und auf 120.000 Webseiten zu sehen gewesen.
Dem BR sagte das Bundesamt für Verfassungsschutz, dass es in den jüngsten Vorfällen rund um die Spionagesoftware ein „erhebliches Gefährdungspotenzial“ sehe. Bei den manipulierten Werbeanzeigen handle es sich demnach „um eine weitere Vorgehensweise, die staatlich gesteuerten Cyberakteuren zur Verfügung steht, um deren Ziele anzugreifen“, teilte die Behörde mit, die in Deutschland für die Spionageabwehr zuständig ist.
Der Citizen-Lab-Forscher und Mitautor des Berichts Wolfie Christl sagte dem BR: „Die Art, wie Onlinewerbung heute funktioniert, ist ein einziges Sicherheitsrisiko – für Staaten, den privaten Sektor, die Zivilgesellschaft und für alle anderen.“ In der vorliegenden Studie waren demnach „zum ersten Mal konkrete technische Belege für so einen Spyware-Angriff über Onlinewerbung“ dokumentiert worden.
Im Rahmen des Forschungsberichts fordern die Wissenschaftler die zuständigen Aufsichtsbehörden zum Handeln auf und empfehlen als ersten Handlungsschritt Sanktionen gegen Unternehmen, die solche Angriffe ermöglichen.
Wer privat solche Apps nutze, soll den Forschenden zufolge darüber nachdenken, Onlinewerbung – so weit wie möglich – zu blockieren. Das ließe sich zumindest browserseitig über sogenannte Ad-Blocker bewerkstelligen. Christl zufolge war „das Blockieren von Onlinewerbung für die IT-Sicherheit obligatorisch“.
Die israelische Firma Discover-Tech soll manipulierte Werbeanzeigen auf Millionen Smartphones und Laptops ausgespielt hätten. Dadurch sei es offenbar mehreren Anbietern von Spionagesoftware ermöglicht worden, Nutzerprofile zu erstellen und Geräte infizieren zu können – ohne dass die Opfer die manipulierten Werbeanzeigen überhaupt aktiv anklicken mussten.
Das geht aus einer Recherche des Bayerischen Rundfunks (BR) und des Mediums netzpolitik.org hervor, die sich auf eine Untersuchung des Forschungslabors Citizen Lab der Universität Toronto beruft.
Dem Bericht zufolge soll das israelische Werbe-Tech-Unternehmen die manipulierten Anzeigen millionenfach über beliebte Apps ausgespielt haben. Die Werbeanzeigen seien demnach auch auf Geräten ausgespielt worden, die mit der UN, der EU, der Nato, diversen Regierungen und mit der Organisation kritischer Infrastruktur in Verbindung stehen.
Auch rund 20 internationale Medienunternehmen, wie etwa der katarische Nachrichtensender Al Jazeera, sowie Chiphersteller und die weltweit größten Technologiekonzerne sollen betroffen sein.
Den Forschenden des Citizen Labs zufolge bedeutet die reine Ausspielung der Werbeanzeigen auf den betroffenen Geräten noch nicht, dass die Smartphones und Laptops zwangsläufig mit der Spionagesoftware infiziert seien. Allerdings seien wohl mindestens Daten gesammelt worden, um detaillierte Nutzerprofile zu erstellen.
Dem Forschungsbericht zufolge konnten erfolgreiche Angriffe zunächst beim katarischen Nachrichtensender Al Jazeera nachgewiesen werden. Hier seien in den Jahren 2024 und 2025 mindestens 45 Geräte infiziert worden, indem man über Online-Werbung eine Spionagesoftware des israelischen Unternehmens Candiru ausgespielt habe.
Als weiteres Angriffsziel nennt der Bericht außerdem das Außenministerium Saudi-Arabiens. Während Al Jazeera dem Citizen Lab bereits interne Logdaten zwecks Verifikation zur Verfügung gestellt habe, sei eine Stellungnahme der Botschaft des Landes Saudi-Arabiens bis zum jetzigen Zeitpunkt unbeantwortet geblieben, berichten der BR und netzpolitik.org.
Dem Forschungslabor zufolge hat es außerdem Angriffsversuche auf „Netzwerke der Nato und UN, des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission“ sowie auf „nordische Staaten, darunter Dänemark, Norwegen und Schweden“ und „kritische Infrastrukturen und Universitätsnetzwerke“ gegeben. Auch der Verteidigungs- und Sicherheitsbereich sei demnach betroffen.
Die Liste an betroffenen Ländern ist lang und umfasst dem Citizen Lab zufolge auch staatliche Netzwerke in Italien, Tschechien, den USA sowie skandinavischen Staaten. Für deutsche Behörden oder Konzerne sehen die Forschenden bislang keinen belegten Fall – allerdings sei mit der betroffenen App Wetter Online ein deutscher App-Anbieter betroffen.
In dem Forschungsbericht wird keine detaillierte Liste aller Apps aufgeführt, in denen die Spionagesoftware bislang ausgespielt wurde. Allerdings würden Beispiele genannt. So sollen die manipulierten Werbeanzeigen in der Wetter-App Wetter Online, in der Sprachlern-App Duolingo, im Messengerdienst Viber sowie in den Dating-Apps Badoo und Grindr ausgespielt worden sein.
Darüber hinaus nennt der Bericht des Citizen Labs Anruf-Apps wie etwa Truecaller, die Yahoo-Mail-App sowie eine Sudoku-App auf Android-Geräten und Apps zum Periodentracking.
Als potenziell betroffene Webseiten würden neben Al Jazeera auch die Nachrichtenseiten von CBC, Fox News, der „New York Times“, der britischen BBC sowie der israelischen Tageszeitung „Haaretz“ genannt. Auch auf der Webseite von AccuWeather sollen manipulierte Werbeanzeigen gelaufen sein. Dem Medium netzpolitik.org seien die Anzeigen im untersuchten Zeitraum in rund 70.000 Apps und auf 120.000 Webseiten zu sehen gewesen.
Dem BR sagte das Bundesamt für Verfassungsschutz, dass es in den jüngsten Vorfällen rund um die Spionagesoftware ein „erhebliches Gefährdungspotenzial“ sehe. Bei den manipulierten Werbeanzeigen handle es sich demnach „um eine weitere Vorgehensweise, die staatlich gesteuerten Cyberakteuren zur Verfügung steht, um deren Ziele anzugreifen“, teilte die Behörde mit, die in Deutschland für die Spionageabwehr zuständig ist.
Der Citizen-Lab-Forscher und Mitautor des Berichts Wolfie Christl sagte dem BR: „Die Art, wie Onlinewerbung heute funktioniert, ist ein einziges Sicherheitsrisiko – für Staaten, den privaten Sektor, die Zivilgesellschaft und für alle anderen.“ In der vorliegenden Studie seien demnach „zum ersten Mal konkrete technische Belege für so einen Spyware-Angriff über Onlinewerbung“ dokumentiert worden.
Im Rahmen des Forschungsberichts fordern die Wissenschaftler die zuständigen Aufsichtsbehörden zum Handeln auf und empfehlen als ersten Handlungsschritt Sanktionen gegen Unternehmen, die solche Angriffe ermöglichen.
Wer privat solche Apps nutze, solle den Forschenden zufolge darüber nachdenken, Onlinewerbung – so weit wie möglich – zu blockieren. Das ließe sich zumindest browserseitig über sogenannte Ad-Blocker bewerkstelligen. Christl zufolge sei „das Blockieren von Onlinewerbung für die IT-Sicherheit obligatorisch“.
The Israeli company Discover-Tech is said to have played manipulated advertisements on millions of smartphones and laptops. As a result, several spy software providers have apparently been able to create user profiles and infect devices – without the victims even having to actively click on the manipulated advertisements.
This emerges from research by the Bavarian Broadcasting Corporation (BR) and the medium netzpolitik.org, which focuses on a study by the Citizen Lab research laboratory at the University of Toronto.
According to the report, the Israeli advertising tech company is said to have played the manipulated ads millions of times via popular apps. The advertisements were therefore also played on devices that are connected to the UN, the EU, NATO, various governments and the organisation of critical infrastructure.
Around 20 international media companies, such as the Qatari news channel Al Jazeera, as well as chip manufacturers and the world's largest Technology companies are said to be affected.
According to the researchers of the Citizen Lab, the mere display of the advertisements on the affected devices does not mean that the smartphones and laptops are necessarily infected with the spy software. However, at least data was probably collected in order to create detailed user profiles.
According to the research report, successful attacks were initially detected on the Qatari news channel Al Jazeera. Here, at least 45 devices were infected in the years 2024 and 2025 by playing a spy software from the Israeli company Candiru via online advertising.
The report also mentions Saudi Arabia's foreign ministry as another target. While Al Jazeera had already provided the Citizen Lab with internal log data for verification, a statement from the embassy of the country of Saudi Arabia remained unanswered until now, the BR and netzpolitik.org report.
According to the research laboratory, it has also reported attempts to attack "networks of NATO and UN, the European Parliament, the European Commission" as well as"Nordic countries, including Denmark, Norway and Sweden" and "critical infrastructures and university networks" . The defence and security sectors are also affected.
The list of affected countries is long and, according to the Citizen Lab, also includes state networks in Italy, the Czech Republic, the USA and Scandinavian countries. For German authorities or corporations, the researchers do not yet see a documented case – however, a German app provider is affected by the affected app Wetter Online.
The research report does not include a detailed list of all apps in which the spy software has been played so far. However, examples are given. The manipulated ads are said to have been played out in the weather app Wetter Online, in the language learning app Duolingo, in the messenger service Viber and in the dating apps Badoo and Grindr.
In addition, the Citizen Labs report mentions calling apps such as Truecaller, the Yahoo Mail app, and a Sudoku app on Android devices and period tracking apps.
In addition to Al Jazeera, the news sites of CBC, Fox News, the "New York Times", the British BBC and the Israeli daily newspaper "Haaretz" are also mentioned as potentially affected websites. Manipulated advertisements are also said to have run on the AccuWeather website. According to netzpolitik.org, the ads could be seen in around 70,000 apps and on 120,000 websites in the period under review.
The Federal Office for the Protection of the Constitution told the BR that it saw "considerable potential for danger" in recent incidents involving espionage software. The manipulated advertisements are therefore "another approach that is available to state-controlled cyber actors to attack their targets," said the authority, which is responsible for counterintelligence in Germany.
The Citizen Lab researcher and co-author of the report Wolfie Christl told the BR: “The way online advertising works today is a single security risk – to governments, the private sector, civil society, and everyone else." In the present study, "for the first time, concrete technical evidence of such a spyware attack via online advertising" was documented.
As part of the Research report, the scientists call on the competent supervisory authorities to take action and recommend as a first step sanctions against companies that enable such attacks.
According to the researchers, anyone who uses such apps privately should think about blocking online advertising as much as possible. This could be done at least on the browser side via so-called ad blockers. According to Christl, "blocking online advertising is mandatory for IT security".
Bericht: Spionagesoftware über App-Werbung verbreitet
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Die israelische Firma Discover-Tech soll manipulierte Werbeanzeigen auf Millionen Smartphones und Laptops ausgespielt haben. Dadurch ist es offenbar mehreren Anbietern von Spionagesoftware ermöglicht worden, Nutzerprofile zu erstellen und Geräte infizieren zu können – ohne dass die Opfer die manipulierten Werbeanzeigen überhaupt aktiv anklicken mussten.
Das geht aus einer Recherche des Bayerischen Rundfunks (BR) und des Mediums netzpolitik.org hervor, die sich auf eine Untersuchung des Forschungslabors Citizen Lab der Universität Toronto beruft.
Dem Bericht zufolge soll das israelische Werbe-Tech-Unternehmen die manipulierten Anzeigen millionenfach über beliebte Apps ausgespielt haben. Die Werbeanzeigen waren demnach auch auf Geräten ausgespielt worden, die mit der UN, der EU, der Nato, diversen Regierungen und mit der Organisation kritischer Infrastruktur in Verbindung stehen.
Auch rund 20 internationale Medienunternehmen, wie etwa der katarische Nachrichtensender Al Jazeera, sowie Chiphersteller und die weltweit größten Technologiekonzerne sollen betroffen sein.
Den Forschenden des Citizen Labs zufolge bedeutet die reine Ausspielung der Werbeanzeigen auf den betroffenen Geräten noch nicht, dass die Smartphones und Laptops zwangsläufig mit der Spionagesoftware infiziert waren. Allerdings waren wohl mindestens Daten gesammelt worden, um detaillierte Nutzerprofile zu erstellen.
Dem Forschungsbericht zufolge konnten erfolgreiche Angriffe zunächst beim katarischen Nachrichtensender Al Jazeera nachgewiesen werden. Hier waren in den Jahren 2024 und 2025 mindestens 45 Geräte infiziert worden, indem man über Online-Werbung eine Spionagesoftware des israelischen Unternehmens Candiru ausgespielt hatte.
Als weiteres Angriffsziel nennt der Bericht außerdem das Außenministerium Saudi-Arabiens. Während Al Jazeera dem Citizen Lab bereits interne Logdaten zwecks Verifikation zur Verfügung gestellt hatte, war eine Stellungnahme der Botschaft des Landes Saudi-Arabiens bis zum jetzigen Zeitpunkt unbeantwortet geblieben, berichten der BR und netzpolitik.org.
Dem Forschungslabor zufolge hat es außerdem Angriffsversuche auf „Netzwerke der Nato und UN, des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission“ sowie auf „nordische Staaten, darunter Dänemark, Norwegen und Schweden“ und „kritische Infrastrukturen und Universitätsnetzwerke“ gegeben. Auch der Verteidigungs- und Sicherheitsbereich war demnach betroffen.
Die Liste an betroffenen Ländern ist lang und umfasst dem Citizen Lab zufolge auch staatliche Netzwerke in Italien, Tschechien, den USA sowie skandinavischen Staaten. Für deutsche Behörden oder Konzerne sehen die Forschenden bislang keinen belegten Fall – allerdings ist mit der betroffenen App Wetter Online ein deutscher App-Anbieter betroffen.
In dem Forschungsbericht wird keine detaillierte Liste aller Apps aufgeführt, in denen die Spionagesoftware bislang ausgespielt wurde. Allerdings werden Beispiele genannt. So sollen die manipulierten Werbeanzeigen in der Wetter-App Wetter Online, in der Sprachlern-App Duolingo, im Messengerdienst Viber sowie in den Dating-Apps Badoo und Grindr ausgespielt worden sein.
Darüber hinaus nennt der Bericht des Citizen Labs Anruf-Apps wie etwa Truecaller, die Yahoo-Mail-App sowie eine Sudoku-App auf Android-Geräten und Apps zum Periodentracking.
Als potenziell betroffene Webseiten werden neben Al Jazeera auch die Nachrichtenseiten von CBC, Fox News, der „New York Times“, der britischen BBC sowie der israelischen Tageszeitung „Haaretz“ genannt. Auch auf der Webseite von AccuWeather sollen manipulierte Werbeanzeigen gelaufen sein. Dem Medium netzpolitik.org waren die Anzeigen im untersuchten Zeitraum in rund 70.000 Apps und auf 120.000 Webseiten zu sehen gewesen.
Dem BR sagte das Bundesamt für Verfassungsschutz, dass es in den jüngsten Vorfällen rund um die Spionagesoftware ein „erhebliches Gefährdungspotenzial“ sehe. Bei den manipulierten Werbeanzeigen handle es sich demnach „um eine weitere Vorgehensweise, die staatlich gesteuerten Cyberakteuren zur Verfügung steht, um deren Ziele anzugreifen“, teilte die Behörde mit, die in Deutschland für die Spionageabwehr zuständig ist.
Der Citizen-Lab-Forscher und Mitautor des Berichts Wolfie Christl sagte dem BR: „Die Art, wie Onlinewerbung heute funktioniert, ist ein einziges Sicherheitsrisiko – für Staaten, den privaten Sektor, die Zivilgesellschaft und für alle anderen.“ In der vorliegenden Studie waren demnach „zum ersten Mal konkrete technische Belege für so einen Spyware-Angriff über Onlinewerbung“ dokumentiert worden.
Im Rahmen des Forschungsberichts fordern die Wissenschaftler die zuständigen Aufsichtsbehörden zum Handeln auf und empfehlen als ersten Handlungsschritt Sanktionen gegen Unternehmen, die solche Angriffe ermöglichen.
Wer privat solche Apps nutze, soll den Forschenden zufolge darüber nachdenken, Onlinewerbung – so weit wie möglich – zu blockieren. Das ließe sich zumindest browserseitig über sogenannte Ad-Blocker bewerkstelligen. Christl zufolge war „das Blockieren von Onlinewerbung für die IT-Sicherheit obligatorisch“.