Wie lange unterstützt Deutschland die Ukraine? Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) sagt etwas in der „FAZ“. Es gibt eine klare Antwort. Deutschland hilft bis zu einem „verantwortbaren Frieden“. Das kann Jahre dauern. Das kostet viele Milliarden Euro.
Fehlt dieses Geld in Deutschland? Wadephul sagt Nein. Bestimmte Ausgaben sind nur für die Verteidigung. Sie sind für die Sicherheit von Deutschland und Europa da. Das Geld geht nicht für Schulen oder Straßen in Deutschland. Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) sagt am Mittwoch im Bundestag: „Kein Euro, der in die Ukraine fließt, fehlt bei den Sozialausgaben und den Bildungsausgaben in unserem Land.“
Wie viel kostet uns die Unterstützung?
Wir unterstützen die Ukraine mit Milliarden. Fehlt das Geld wirklich nicht in Deutschland?
Die Fakten sind klar. Deutschland hat seit dem Kriegsbeginn im Jahr 2022 rund 100 Milliarden Euro ausgegeben oder zugesagt. Das Geld ist für die Ukraine und für die Folgen des Krieges. Nicht alles ging direkt nach Kiew. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft hat gerechnet. Rund 41,7 Milliarden Euro gingen tatsächlich in die Ukraine. Weitere 35,9 Milliarden Euro wurden in Deutschland ausgegeben. Das Geld war vor allem für ukrainische Flüchtlinge. 22 Milliarden Euro sind für neue Militärhilfe geplant.
Aber stimmt die Aussage vom Kanzler? Kostet die Hilfe kein Geld für Schulen, Straßen oder Soziales? Das stimmt nur, wenn wir eine Sache vergessen. Wir müssen dafür neue Schulden machen.
Dieser Trick hilft Merz bei den Hilfen
Der Hintergrund ist wichtig. Im März 2025 hat sich die Schuldenbremse geändert. Deutschland darf seitdem mehr Schulden machen. Das gilt für die Verteidigung und für bestimmte Sicherheit. Das gilt ausdrücklich auch für die Hilfe für die Ukraine. Der Staat muss das Geld darum nicht an anderer Stelle sparen.
Finanzexperte Tobias Hentze vom Institut der deutschen Wirtschaft bestätigt das. Er warnt aber: „Jede Verschuldung führt zu Zinszahlungen, die den Haushalt belasten.“
Die Hilfe für die Ukraine kostet Geld. Wer neue Schulden macht, muss Zinsen bezahlen. Dieses Geld fehlt später im Haushalt für andere Aufgaben.
Dazu kommen Pflichten über die EU. Die EU hat ein Darlehen von bis zu 90 Milliarden Euro für die Ukraine beschlossen. Das Geld kommt von gemeinsamen EU-Anleihen. Deutschland muss über den EU-Haushalt bei den Kosten helfen.
Die Wahrheit ist klar. Die Hilfe geht nicht sofort von Schulen oder Sozialausgaben weg. Aber sie belastet den Staat und kostet auf lange Sicht viel Geld.
Wie lange wird Deutschland die Ukraine noch unterstützen? Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) gibt in der „FAZ“ eine klare Antwort: Bis ein „verantwortbarer Frieden“ geschlossen ist. Das kann noch Jahre dauern und viele weitere Milliarden Euro kosten.
Aber fehlt dieses Geld dann in Deutschland? Wadephul sagt Nein: „Bestimmte Ausgaben stehen nur für die Verteidigung und für die Sicherheit Deutschlands und Europas zur Verfügung. Das Geld können wir nicht einfach für Schulen oder Straßen in Deutschland ausgeben.“ Auch Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) versicherte am Mittwoch im Bundestag: „Kein Euro, der in die Ukraine fließt, fehlt bei den Sozialausgaben und den Bildungsausgaben in unserem Land.“
Wie viel kostet uns die Unterstützung?
Kann das wirklich sein? Wir unterstützen die Ukraine mit Milliarden und das Geld fehlt nicht in Deutschland?
Die Fakten: Rund 100 Milliarden Euro hat Deutschland seit Kriegsbeginn 2022 für die Ukraine und die Folgen des Krieges ausgegeben oder zugesagt. Allerdings ging längst nicht alles direkt nach Kiew. Nach Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft flossen rund 41,7 Milliarden Euro tatsächlich in die Ukraine. Weitere 35,9 Milliarden wurden in Deutschland ausgegeben, vor allem für ukrainische Flüchtlinge. 22 Milliarden sind für künftige Militärhilfe vorgesehen.
Aber stimmt die Behauptung des Kanzlers, dass die Ukraine-Hilfe kein Geld für Schulen, Straßen oder Sozialleistungen kostet? Nur wenn man außer Acht lässt, dass wir dafür Schulden machen müssen.
Dieser Trick hilft Merz bei den Hilfen
Hintergrund: Im März 2025 wurde die Schuldenbremse geändert. Seitdem darf Deutschland für Verteidigung und bestimmte Sicherheitsausgaben, ausdrücklich auch für die Unterstützung der Ukraine, zusätzliche Schulden machen. Sie muss also nicht woanders kürzen.
Das bestätigt Finanzexperte Tobias Hentze vom Institut der deutschen Wirtschaft. Er warnt jedoch: „Jede Verschuldung führt zu Zinszahlungen, die den Haushalt belasten.“
Die Ukraine-Hilfe ist nicht kostenlos. Natürlich nicht. Werden dafür neue Schulden aufgenommen, muss der Bund Zinsen zahlen. Geld, das im Haushalt dann nicht mehr für andere Aufgaben zur Verfügung steht.
Hinzu kommen Verpflichtungen über die EU: Sie hat ein Darlehen von bis zu 90 Milliarden Euro für die Ukraine beschlossen, finanziert über gemeinsame EU-Anleihen. Auch an den Finanzierungskosten ist Deutschland über den EU-Haushalt beteiligt.
Die Wahrheit ist also: Die Ukraine-Hilfe geht nicht unmittelbar zulasten unserer Schulen oder Sozialausgaben. Aber sie belastet die öffentlichen Haushalte und kostet auf Dauer Geld.
Wie lange Deutschland die Ukraine weiterhin unterstützen werde, beantwortete Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) in der „FAZ“ mit der Aussicht auf einen „verantwortbaren Frieden“. Dies könne noch Jahre in Anspruch nehmen und viele weitere Milliarden Euro kosten.
Auf die Frage, ob diese Mittel in Deutschland fehlen würden, entgegnete Wadephul verneinend, da bestimmte Ausgaben ausschließlich der Verteidigung sowie der Sicherheit Deutschlands und Europas dienen und nicht für heimische Schulen oder Straßen umgewidmet werden können. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) versicherte am Mittwoch im Bundestag, dass kein in die Ukraine fließender Euro im Bereich der Sozial- und Bildungsausgaben des Landes fehle.
Wie viel kostet uns die Unterstützung?
Es stelle sich die Frage, ob es zutreffe, dass die milliardenschwere Unterstützung der Ukraine keine Defizite in Deutschland verursache.
Die Faktenlage zeigt: Rund 100 Milliarden Euro hat Deutschland seit Beginn des Krieges im Jahr 2022 für die Ukraine und dessen Folgen bereitgestellt oder zugesagt. Den Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft zufolge flossen jedoch keineswegs alle Mittel direkt nach Kiew; etwa 41,7 Milliarden Euro gelangten tatsächlich in die Ukraine, während 35,9 Milliarden Euro im Inland primär für ukrainische Flüchtlinge aufgewendet wurden und 22 Milliarden Euro für künftige Militärhilfen reserviert sind.
Die Behauptung des Kanzlers, die Ukraine-Hilfen gingen nicht zulasten von Schulen, Straßen oder Sozialleistungen, treffe demnach nur unter Ausblendung der notwendigen Neuverschuldung zu.
Dieser Trick hilft Merz bei den Hilfen
Hintergrund bildet die im März 2025 vorgenommene Reform der Schuldenbremse, welche seither zusätzliche Kreditaufnahmen für Verteidigungs- und Sicherheitszwecke – explizit auch für die Ukraine-Hilfe – erlaubt, ohne Einsparungen an anderer Stelle vornehmen zu müssen.
Dies bestätigte Finanzexperte Tobias Hentze vom Institut der deutschen Wirtschaft, welcher zugleich mahnte, dass jegliche Verschuldung zu Zinslasten führe, die den Haushalt strapazieren.
Die Ukraine-Hilfe sei folglich nicht kostenlos; die Aufnahme neuer Kredite ziehe Zinszahlungen nach sich, wodurch dem Bund finanzielle Mittel für andere Aufgaben entzogen werden.
Ergänzend wirken finanzielle Verpflichtungen über die Europäische Union, welche ein Darlehen von bis zu 90 Milliarden Euro für die Ukraine via gemeinsamer EU-Anleihen beschlossen hat, an deren Finanzierung Deutschland über den EU-Haushalt partizipiert.
Zusammenfassend belasten die Ukraine-Hilfen zwar nicht unmittelbar die heimischen Bildungs- oder Sozialetats, sie strapazieren jedoch langfristig die öffentlichen Haushalte und erfordern dauerhafte finanzielle Aufwendungen.
How long will Germany continue to support Ukraine? Foreign Minister Johann Wadephul (63, CDU) gives a clear answer in the “FAZ”: Until a “responsible peace” is concluded. That could still take years. And cost many billions of euros more.
But is this money then missing in Germany? Wadephul says no: “Certain expenditures are only available for the defense and security of Germany and Europe. We cannot simply spend that money on schools or roads in Germany.” Chancellor Friedrich Merz (70, CDU) also assured on Wednesday in the Bundestag: “Not a single euro that flows to Ukraine is missing from social spending and educational spending in our country.”
How much does the support cost us?
Can this really be true? We are supporting Ukraine with billions and the money is not missing in Germany?
The facts: Around 100 billion euros have been spent or pledged by Germany for Ukraine and the consequences of the war since the war began in 2022. However, by no means did everything go directly to Kyiv. According to calculations by the Kiel Institute for the World Economy, around 41.7 billion euros actually flowed into Ukraine. Another 35.9 billion were spent in Germany, primarily for Ukrainian refugees. 22 billion are designated for future military aid.
But is the Chancellor's claim correct that aid to Ukraine does not cost money for schools, roads, or social services? Only if one disregards the fact that we have to incur debt to do so.
This trick helps Merz with the aid
Background: In March 2025, the debt brake was amended. Since then, Germany has been allowed to take on additional debt for defense and certain security expenditures, expressly including support for Ukraine. Therefore, it does not have to make cuts elsewhere.
Financial expert Tobias Hentze from the German Economic Institute confirms this. However, he warns: “Every debt leads to interest payments that burden the budget.”
Aid to Ukraine is not free. Of course not. If new debt is taken on for it, the federal government must pay interest. Money that is then no longer available in the budget for other tasks.
Added to this are obligations through the EU: It has approved a loan of up to 90 billion euros for Ukraine, financed via joint EU bonds. Germany is also participating in the financing costs through the EU budget.
The truth is therefore: Aid to Ukraine does not directly come at the expense of our schools or social spending. But it burdens public budgets and costs money in the long run.
Deutschland unterstützt die Ukraine weiter
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Wie lange wird Deutschland die Ukraine noch unterstützen? Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) gibt in der „FAZ“ eine klare Antwort: Bis ein „verantwortbarer Frieden“ geschlossen ist. Das kann noch Jahre dauern und viele weitere Milliarden Euro kosten.
Aber fehlt dieses Geld dann in Deutschland? Wadephul sagt Nein: „Bestimmte Ausgaben stehen nur für die Verteidigung und für die Sicherheit Deutschlands und Europas zur Verfügung. Das Geld können wir nicht einfach für Schulen oder Straßen in Deutschland ausgeben.“ Auch Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) versicherte am Mittwoch im Bundestag: „Kein Euro, der in die Ukraine fließt, fehlt bei den Sozialausgaben und den Bildungsausgaben in unserem Land.“
Wie viel kostet uns die Unterstützung?
Kann das wirklich sein? Wir unterstützen die Ukraine mit Milliarden und das Geld fehlt nicht in Deutschland?
Die Fakten: Rund 100 Milliarden Euro hat Deutschland seit Kriegsbeginn 2022 für die Ukraine und die Folgen des Krieges ausgegeben oder zugesagt. Allerdings ging längst nicht alles direkt nach Kiew. Nach Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft flossen rund 41,7 Milliarden Euro tatsächlich in die Ukraine. Weitere 35,9 Milliarden wurden in Deutschland ausgegeben, vor allem für ukrainische Flüchtlinge. 22 Milliarden sind für künftige Militärhilfe vorgesehen.
Aber stimmt die Behauptung des Kanzlers, dass die Ukraine-Hilfe kein Geld für Schulen, Straßen oder Sozialleistungen kostet? Nur wenn man außer Acht lässt, dass wir dafür Schulden machen müssen.
Dieser Trick hilft Merz bei den Hilfen
Hintergrund: Im März 2025 wurde die Schuldenbremse geändert. Seitdem darf Deutschland für Verteidigung und bestimmte Sicherheitsausgaben, ausdrücklich auch für die Unterstützung der Ukraine, zusätzliche Schulden machen. Sie muss also nicht woanders kürzen.
Das bestätigt Finanzexperte Tobias Hentze vom Institut der deutschen Wirtschaft. Er warnt jedoch: „Jede Verschuldung führt zu Zinszahlungen, die den Haushalt belasten.“
Die Ukraine-Hilfe ist nicht kostenlos. Natürlich nicht. Werden dafür neue Schulden aufgenommen, muss der Bund Zinsen zahlen. Geld, das im Haushalt dann nicht mehr für andere Aufgaben zur Verfügung steht.
Hinzu kommen Verpflichtungen über die EU: Sie hat ein Darlehen von bis zu 90 Milliarden Euro für die Ukraine beschlossen, finanziert über gemeinsame EU-Anleihen. Auch an den Finanzierungskosten ist Deutschland über den EU-Haushalt beteiligt.
Die Wahrheit ist also: Die Ukraine-Hilfe geht nicht unmittelbar zulasten unserer Schulen oder Sozialausgaben. Aber sie belastet die öffentlichen Haushalte und kostet auf Dauer Geld.