Samstag 17. Oktober 2026
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Kommt das Ende für die lästige Zeitumstellung?

Kommt das Ende für die lästige Zeitumstellung?
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In wenigen Tagen werden die Uhren wieder zurückgestellt. Doch international wächst der Druck, das Hin und Her endlich zu beenden.


Schon in der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober ist es wieder so weit. Um 3 Uhr werden die Uhren in Deutschland auf 2 Uhr zurückgedreht. Die Sommerzeit endet, und es gilt wieder die Mitteleuropäische Zeit.

Dabei ist der Widerstand seit Jahren groß. Bei einer EU-Konsultation im Jahr 2018 beteiligten sich rund 4,6 Millionen Menschen, wobei sich 84 Prozent für ein Ende der Zeitumstellung aussprachen.

Im Jahr 2019 stimmte auch das EU-Parlament für die Abschaffung. Doch die Mitgliedstaaten konnten sich bis heute nicht auf eine gemeinsame Lösung einigen, weil eine entscheidende Frage offen blieb: Soll dauerhaft die Sommerzeit oder die Normalzeit gelten?

Auch in Deutschland ist die Ablehnung groß. Einer Erhebung aus dem Jahr 2026 zufolge wollen 73 Prozent der Deutschen die Zeitumstellung abschaffen.

Spanien und Italien machen Druck

Nun bekommt die festgefahrene Debatte neuen politischen Schwung. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez will sich erneut für ein Ende der Zeitumstellung in der EU einsetzen, da die zweimalige Umstellung im Jahr keinen Sinn mehr habe. Er argumentiert, dass die Maßnahme kaum Energie spare und negative Auswirkungen auf Gesundheit und Alltag habe.

Auch Italien erhöht jetzt den Druck auf Brüssel, weil ein neuer Entschließungsantrag im italienischen Parlament fordert, die europäischen Verhandlungen wieder aufzunehmen. Initiator Andrea Barabotti erklärt, es sei nach Jahren der Diskussion an der Zeit, von Worten zu Taten überzugehen, wobei sich Italien für eine dauerhafte Sommerzeit einsetzen soll.

In den USA wird ebenfalls über ein Ende gestritten, nachdem das Repräsentantenhaus im Juli mit großer Mehrheit für eine dauerhafte Sommerzeit stimmte, das Vorhaben im Senat allerdings noch fest hängt.


„Risiko, das wir ernst nehmen sollten!"

Auch Herz und Kreislauf können durch die Umstellung belastet werden. Professor Dr. Boris Bigalke von der Berliner Charité erklärt gegenüber BILD, dass die Zeitumstellung die innere biologische Uhr aus dem Takt bringe. Studien zeigten nach der Umstellung auf die Sommerzeit einen statistisch signifikanten Anstieg der Herzinfarktrate, weshalb Kardiologe Bigalke dies als ein vermeidbares und gesundheitspolitisch ernstzunehmendes Risiko bezeichnet.

Auch der ursprünglich erhoffte Energiespareffekt ist umstritten, da zwar abends Strom gespart wird, im Frühjahr und Herbst morgens jedoch mehr geheizt werden muss.

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