Brennende Rathäuser, geplünderte Geschäfte und brutale Angriffe auf Polizisten prägen derzeit eine Welle der Gewalt in Frankreich. Am Samstag gingen landesweit mindestens 550.000 Menschen auf die Straße. Mehr als 1800 Menschen wurden festgenommen, und Hunderte Einsatzkräfte wurden verletzt. Auch am Sonntag gingen die Krawalle der häufig migrantischen Jugend-Mobs weiter.
Besonders erschütternd war ein Vorfall in Limoges, wo Vermummte das historische Rathaus in Brand steckten. Das Gebäude, das einst eine Hochburg der französischen Widerstandsbewegung Résistance gegen Nazi-Deutschland war, wurde zerstört, und der Turm stürzte ein. In Paris, Marseille und Lyon kam es zu weiteren schweren Ausschreitungen.
Die Angst vor weiteren Gewaltexzessen wächst. Die Lage eskaliert auch in anderen europäischen Ländern, unter anderem in Italien. Aus der Modestadt Mailand wurden in der Sonntagnacht Gewalt, Plünderungen und mindestens 160 Festnahmen gemeldet.
Während viele junge Menschen friedlich protestieren, sind auch Tausende Gewalttäter aktiv. Der Extremismus-Experte Ahmad Mansour (50) erklärte gegenüber BILD, dass die Proteste von linksradikalen und migrantischen Gruppierungen instrumentalisiert und übernommen wurden.
Auf die Frage, ob sich das Phänomen auf Deutschland ausdehnen könnte, antwortete Mansour mit Ja. Vor allem, weil linksradikale Gruppen seit Tagen versuchen, genau das nach Deutschland zu bringen. Er merkte an, dass es in Deutschland zwar bisher friedliche Auseinandersetzungen in Schulen gibt, die Situation jedoch sehr schnell kippen könnte.