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Warum Geschäfte wie Depot und Galeria in Schwierigkeiten stecken

Warum Geschäfte wie Depot und Galeria in Schwierigkeiten stecken
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Unternehmer Martin Limbeck äußert sich zu einem Händlersterben, das nicht erst an der Kasse beginnt, sondern bereits viel früher.

An Anfang Oktober ging es sehr schnell: Zuerst stellte die GDC Deutschland GmbH als Unternehmen hinter Depot den Geschäftsbetrieb ein. Danach folgte Galeria mit dem vierten Insolvenzantrag innerhalb von sechs Jahren. Diese zwei prominenten Beispiele machen deutlich: Der deutsche Handel steht stark unter Druck.

Christian Gries als Inhaber von Depot nennt Zölle, eine geringe Kaufbereitschaft und Online-Plattformen wie Temu als Gründe. Natürlich belasten diese Faktoren den Handel. Aber sie erklären nicht alles.

Denn während der eine Händler ums Überleben kämpft, können sich andere auch unter schwierigen Bedingungen behaupten.

Der Unterschied liegt selten im Markt, sondern in der Antwort auf eine entscheidende Frage: Warum sollte ein Kunde ausgerechnet dort kaufen? Wer das nicht klar beantwortet, verliert. Zuerst verliert man gegen die billigere Konkurrenz, dann gegen den bequemeren Anbieter und am Ende gegen die eigene Kostenstruktur.

Eine Insolvenz beginnt selten mit dem letzten fehlenden Euro, sondern sie ist das Ende einer langen Kette von Entscheidungen. Sie fängt damit an, dass Stammkunden ausbleiben, Angebote austauschbar werden und der Vertrieb nicht mehr funktioniert. Kunden verschwinden nicht von einem Tag auf den anderen. Sie gehen leise, einer nach dem anderen, und das wird oft zu spät bemerkt. Zuerst fehlen nur wenige Abschlüsse, dann sinken die Umsätze und plötzlich entsteht eine existenzielle Krise.

Neue Chance für Depot? Nur wenn Kunden einen guten Grund sehen, wieder dort zu kaufen

Auch Depot steht nun vor dieser Herausforderung. Eine neue Gesellschaft und ein kleineres Team senken zunächst auf dem Papier die Kosten. Ob daraus ein tragfähiges Geschäftsmodell entsteht, muss sich erst zeigen. Entscheidend bleibt, ob Kunden einen guten Grund sehen, dort wieder einzukaufen.

Der Autor ist davon überzeugt, dass Händler mit einem klaren Profil und echten Verkäufern auch in Zukunft erfolgreich sein werden. Nicht weil ein Investor Geld gibt, sondern weil sie ihre Kunden begeistern können. Der Markt ist nicht ungerecht, sondern einfach nur ehrlich.
Wirtschaft
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